Haldensleben (cfi) l Der HSV Haldensleben hat am 14. Spieltag der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga beim HBC Wittenberg 24:29 (9:13) verloren.

Zum Rückrundenstart reiste das Team von Coach Grzegorz Subocz zum aktuellen Tabellenvierten nach Wittenberg. Betrachtet man die verschenkten Punkte der Hinserie, so hätte es durchaus ein Nachbarschaftsduell innerhalb der Tabelle werden können. Als Tabellenneunter trat die HSV-Mannschaft erneut ohne Tysack an. Hinzu kam, dass auch Fuhrmann arbeitsbedingt absagen musste. Wieder im Team waren Siegmund, Teßmann und Demuth, seinen Einstand gab Neuzugang Scholkmann.

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Mucheyer eröffnete den Torreigen. Im folgenden Spielverlauf setzte sich keine der beiden Mannschaften ab, wobei Wittenberg in dieser Phase vor allem mit den Entscheidungen des souveränen Schiedsrichtergespanns haderte. Während der HSV sich jedes Tor mit viel Mühe erarbeitete, fielen bei den Gastgebern die Tore durch schnelles Kombinationsspiel. Straßburger mahnte seine Mitspieler zu diesem Zeitpunkt zum beherzteren Zugreifen. Wie dies auszusehen hat, zeigten die Wittenberger ab der 15. Minute. Sie verengten die Räume beziehungsweise drängten den HSV zu Würfen über ihre Deckungsmitte. Dar-aus resultierenden Fehlwürfe und Passfehler wurden gnadenlos durch schnelle Konter bestraft. So war es auch Wittenberg, das sich bis zur Halbzeit auf 13:9 absetzte.

In der Halbzeit wurden vom HSV-Trainer die Abschlussschwäche und das einhergehende Rückzugsverhalten der ersten Halbzeit angesprochen. Der HSV schwor sich erneut ein mit dem Vorhaben, die Fehler zu minimieren. Dies gelang zunächst nicht. Der HBC legte auf 17:12 vor, ehe die Mannen um Kapitän Krüger zur Aufholjagd bliesen und auf 19:21 verkürzten. Erfolgreich waren sie dabei vermehrt vom Siebenmeter, welche durch die Kreisläufer Möritz und Mucheyer sehr gut erarbeitet wurden. Krüger zeigte sich hierbei als gnadenloser Vollstrecker. Bis zum 21:24 (50.) hatte der HSV dank einer verbesserten Abwehrarbeit mehrfach Bälle erobert, nutzte aber die sich bietenden Chancen zum Verkürzen nicht immer. Zu diesem Zeitpunkt saß Straßburger bereits nach seiner dritten Zeitstrafe bereits auf der Tribüne, Kruse war angeschlagen und Krüger quälte sich mit Leistenproblemen.

Im weiteren Verlauf stellte Wittenberg auf eine offensivere Deckung um und zwang den HSV zu Fehlern. Diese wurden erneut durch schnelle Gegentore bestraft. Nun bekam auch noch Teßmann Zeitstrafen , so dass der HSV fast stetig in Unterzahl agieren musste. Der Gastgeber nutzte das und erhöhte bis zum 29:24-Endstand.

Haldenslebens Tim Teßmann fasste das Spiel zusammen: "In der Abwehr haben wir nicht schlecht gestanden. Unser Problem war die Angriffsleistung." Zur Verbesserung derselbigen hat der HSV zwei Wochen Zeit. Dann gastiert der verlustpunktfreie SV Langenweddingen in der Ohrelandhalle. Jeder HSV-Spieler möchte dann die Schmach vom Hinspiel vergessen machen und nach der Heimpleite gegen Landsberg keine weiteren Punkte weggeben.

HSV Haldensleben: Domann, Siegmund - Möritz (2), Scholkmann, Teßmann (1), Kruse (3), Straßburger (3), Demuth (2), Krüger (9/5), Mucheyer (1), Fister (2)