Die Handballfrauen des HSV Haldensleben haben ihr Auswärtsspiel in der Mitteldeutschen Oberliga beim HV Chemnitz mit 23:25 verloren. Es war die dritte knappe Niederlage in Folge. Damit rutschte das Team von Marita Daum auf den fünften Tabellenplatz ab.

Haldensleben l Die Duelle beider Kontrahenten gegeneinander bieten den Zuschauern für gewöhnlich spannende Spiele, das war auch dieses Mal so. In der Ausweichhalle nahe Chemnitz leisteten sich die Gäste einen katastrophalen Start in die Begegnung. Der 1:0-Führung folgte eine mannschaftliche Auszeit, die einen 1:8- und dann 2:8-Rückstand zur Folge hatte. Damit waren die Zeichen schon beizeiten auf ein bloßes Hinterherlaufen gesetzt.

Ein sehr schwacher Start in die Begegnung

Das Spiel der Gäste krankte an Ideenlosigkeit, der Rückraum erwischte einen, gelinde gesagt, mäßigen Tag. Die Impulse kamen aus dem Kampf. Der HSV nahm zumindest diesen an und es entwickelte sich eine Dominanz der Deckungsreihen. Haldensleben schloss meist über die Außenpositionen und über die Kreismitte gut ab, während über die anderen Positionen nur wenig Zählbares zustande kam. Dazu gesellten sich Fehlwürfe und technische Fehler im Übermaß. Dennoch kämpfte sich das Team von Dr. Marita Daum wieder heran. In der 20. Minute verkürzten die Haldensleber auf 7:9. Zur Halbzeit hieß es 13:11 für die Chemnitzer und der HSV sah wieder den Lichtstreif am Horizont.

Die Daum-Sieben kam frisch motiviert aus der Kabine und schaffte in der 34. Minute das Undenkbare - es hieß plötzlich 14:14 und der HSV war wieder im Spiel. Allerdings gesellten sich wieder die bereits angesprochenen technischen Fehler in den Auftritt der Gäste. So führte Chemnitz in der 40. Minute wieder 17:15, sechs Minuten später hieß es 19:17. Die 52. Minute brachte mit dem 22:19 einen Drei-Tore-Vorsprung für die Gastgeber. Spannend war die Partie allemal. Haldensleben warf nun noch einmal alles in die Waagschale und es hieß beim 22:22 (55.) wieder Gleichstand. Nun wurde es dramatisch. Chemnitz ging 23:22 in Führung - die letzten Minuten sollten sich zu einem Krimi entwickeln. Dem 24:22 folgte der Anschlusstreffer und die Gastgeber schlossen ihren nächsten Angriff erfolglos ab. Die Chance zum Unentschieden lag in der Luft. Doch hier versagten den HSV-Frauen die Nerven. Der Ballbesitz wurde leichtfertig verspielt und Chemnitz markierte das entscheidende 25:23. Ähnliche Situationen gab es schon bei den beiden zuletzt gezeigten Auftritten zu sehen. Die Torhüterleistungen in der zweiten Hälfte der Partie gegen Chemnitz waren nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

"Es hat uns an der Cleverness in den entscheidenden Minuten im Spiel gefehlt", stellte Teammanager Dr. Ulrich Kunkel fest. "Das ist umso ärgerlicher, da wir uns nach dem schwachen Start zweimal auf ein Remis herangekämpft haben. Wir blicken jedoch positiv voraus auf das nächste Heimspiel gegen den BSV Magdeburg. Mit einem Sieg könnten wir uns wieder das benötigte Selbstvertrauen zurück holen."

HV Chemnitz: König, Weichhardt, Wähner - Noack (4), Hofmann, Rosiak, Lucka (2), Schumann (4/2), Streit (2), Neumann (1), Breßler (9/7), Leibnitz, Grützmann (1), Schuldes (2).

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer - Carolin Beck (3), L. Ubusch (1), S. Umbusch, Kortz, Schmitz (3/2), Ch. Beck (5), R. Stutz, Martinez (2), Reißberg (1), Hoffmann (5/2), A. Stutz (1), Bergmann (2).