In einer hart umkämpften Partie der Mitteldeutschen Oberliga besiegen die Handballerinnen des HSV Haldensleben den Tabellenzehnten, SV Aufbau Altenburg, knapp mit 24:32 (9:14) Toren.

Haldensleben l HSV-Trainerin Dr. Daum hatte den durch den Ausfall von Romy Stutz freien Platz auf dem Spielprotokoll vorsorglich mit der seit geraumer Zeit mit der ersten Frauenmannschaft trainierenden Torhüterin Sarah Schick besetzt. Sie konnte allerdings nicht ahnen, dass diese Maßnahme letztlich mitentscheidend für den Sieg ihres Teams war.

Die Mannschaft aus Altenburg trat ohne ihre sonst dominierende Rückraumakteurin Lucia Brunova, die Mutterfreuden entgegensieht, an und zeigte besonders in der ersten Halbzeit eine solide geschlossene Mannschaftsleistung. Das war ein Grund dafür, dass die Haldensleberinnen auch diesmal wieder schwer zu ihrem Spiel fanden, Konter nicht zu Torerfolgen nutzten und durch unnütze Zuspielfehler dem Gast die Initiative überließen. Nach 20 Minuten lag der HSV Haldensleben 4:8 im Hintertreffen. Auch die Paraden von Silke Schache brachten keine Resultatsverbesserung, weil im Angriff minutenlang nichts gelang und sich Ballverluste häuften. Die verdeckten Würfe der besten Altenburger Torschützin Franziska Holz (insgesamt zehn Treffer) fanden immer wieder den Weg in das Haldensleber Tor. Die Gästefans feierten den 9:14-Halbzeitstand lautstark.

In der zweiten Hälfte bewiesen die HSV-Frauen dann ihren Kampfgeist. Conny Bergmann, mit drei Toren in Folge, verkürzte zunächst auf 12:15 (33.) - zwei Konter führten durch Joelina Kortz und Samanta Umbusch zum 14:16. Monika Pelka-Fedde - neue linke Aufbauspielerin im Gästeteam - hielt mit den Toren 17 und 18 für die Altenburgerinnen dagegen. Lisa Hoffmann per Siebenmeter und Fernwurf sowie Christin Beck vom Kreis erzielten in der 42. Minute den Anschluss zum 17:19. Die strafwurffreudigen Schiedsrichter hatten dann einmal mehr auf Siebenmeter entschieden. Sarah Schick wurde eingewechselt und parierte den scharfen, halbhoch geworfenen Ball und wiederholte das Kunststück zwei Minuten später beim neunten gegen den HSV Haldensleben verhängten Strafwurf noch einmal. In der 47. Minute verwandelte Lisa Hoffmann den nach einem Foul an Carolin Beck fälligen Strafwurf zum umjubelten 20:20-Ausgleich. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Drei klare Einwurfmöglichkeiten der Altenburgerinnen meisterte Sarah Schick bravourös. Die Gäste glichen zum 21:21 aus, konnten aber das 24:21 (54.) für den HSV durch Treffer von Lisa Hoffmann und Justine Schmitz nicht verhindern. Nach dem 24:23, drei Minuten vor dem Ende, sicherte die Torfrau nach zwei weiteren Paraden schließlich den schwer erkämpften Sieg für Haldensleben.

"Das war diesmal kein schönes Spiel. Meine Mannschaft hat aber vorbildlich gekämpft und am Ende verdient gewonnen", so das Resümee von Trainerin Dr. Marita Daum nach dem aufregenden Match.

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer, Schick - Ca. Beck, L. Umbusch (1), S. Umbusch (3/1), Kortz (3), Schmitz (3), Ch. Beck (1), Martinez Cabrera (1), Reißberg (1), Hoffmann (6/3), A. Stutz (2), Bergmann (3)

Siebenmeter: Haldensleben 7/4, Altenburg 9/6; Zeitstrafen: Haldensleben 8,Rote Karte nach drei Zeitstrafen für Samanta Umbusch (44.30), Altenburg 7. Spielfilm: 2:2, 2:4, 5:8, 7:11, 9:14 - 14:16, 17:19, 20:20, 24:21, 24:23

Schiedsrichter: Franke/Schmidt (Köthen/Bernburg)