Frauenhandball-Sachsen-Anhalt-Ligist HSV Haldensleben II hat sich am 18. Spieltag gegen die SG Lok Schönebeck in einer einseitigen Partie souverän mit 34:21 (16:10) Toren durchgesetzt. mit

Haldensleben l Aufgrund der Brisanz des Kellerduells, beide Mannschaften trennte vor der Begegnung nur ein Punkt und ein Tabellenplatz (HSV 8., Lok 9.), bekam die zweite Mannschaft Unterstützung von drei Spielerinnen aus der ersten Mannschaft. Justine Schmitz und die Umbusch-Zwillinge liefen sich mit warm, so dass Jürgen Lampe zum ersten Mal seit langer Zeit einen vollen Kader zur Verfügung hatte.

Der Trainer entschied sich dazu, zwei Blöcke spielen zu lassen. Den ersten sechs Spielerinnen, bestehend aus den erfahrenen Frauen der zweiten Mannschaft, merkte man die Aufregung an. Das Spiel begann zerfahren, ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften zeigte die Brisanz des Spiels. Lok gestaltete das Spiel offen, ging sogar 6:3 in Führung. Zwar kamen die Haldensleberinnen immer wieder durch schön gespielte Angriffe über die beiden Außenpositionen zum Torerfolg, der Rückstand wurde aber kaum verkürzt. Immer wieder agierte die Deckung zu defensiv und die erfahrene Sabrina Koeck verwandelte den ein oder anderen Rückraumwurf.

Nach 16 Minuten wechselte Jürgen Lampe die gesamten sechs Spielerinnen gegen die A-Jugendlichen, die auf der Bank auf ihren Einsatz warteten, aus. Zwar brachte Lok auch hier noch einfache Fernwürfe im Tor unter, was aber die Mädchen im Abwehrbereich in den folgenden Minuten zeigten, war der Grundstein für den späteren hohen Heimerfolg. Immer wieder wurden mit einer aggressiven Deckung Bälle abgefangen, Franka Ethner im Tor hatte wenig Mühe, spielte schöne Konter auf die schnellen Justine Schmitz oder Annika Rips. Über die Spielstände 8:8: und 14:9 wurden beim Stand von 16:10 die Seiten gewechselt.

Nach der Halbzeitpause erhöhte der HSV den Druck weiter und setze sich auf 20:10 vorentscheidend ab. Immer wieder erzielten die HSV-Frauen Tore aus einfachen Kontermöglichkeiten und bauten den Vorsprung weiterhin aus. Beim Stand von 25:13 hielt Franka Ethner einen Strafwurf und unterstrich als alleinige Torfrau der Mannschaft damit ihre gute Form in dieser Saison einmal mehr.

"Die Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gegen Schönebeck abgeliefert. Wir haben in der Deckung sehr kompakt gestanden und auch in den Angriffshandlungen unsere Schnelligkeitsvorteile ausgespielt. Der Sieg geht daher in dieser Höhe vollkommen in Ordnung."

Jürgen Lampe, Trainer des HSV Haldensleben II

Erfreulich für die Mannschaft und die Zuschauer war das Comeback von Christin Wesemeyer, die nach eineinhalbjähriger Abstinenz (Babypause) wieder in die Mannschaft zurück gekehrt ist und sich nahtlos eingereiht hat.

HSV Haldensleben II: Ethner - S. Umbusch (3), Wesemeyer, Schmitz (7), Müller (2), Nolde (1), Prochnow (1), Rips (6), Ewert(1), Dorow (3), Buthut (1), L. Umbusch (2), Kühne (3), Schulze (4)

Zeitstrafen: Haldensleben 5, Schönebeck 2. Strafwürfe: Haldensleben 3/3, Schönebeck 6/4