Haldensleben l Der Haldensleber SC (HSC) hat am 16. Spieltag der Fußball-Verbandsliga beim Tabellenführer BSV Halle-Ammendorf mit 0:2 (0:1) Toren den Kürzeren gezogen. Die Partie wurde am Freitag Abend im "Stadion der Waggonbauer" unter Flutlicht ausgetragen und bekam der HSC das erwartet schwere Auswärtsspiel zu spüren.

Haldenslebens Trainer Roland Zahn schickte gegenüber dem Oschersleben-Spiel eine noch weitaus jüngere Mannschaft auf den Rasen. Diese wies ein Durchschnittsalter von 22 Jahren auf und war gleich mit sechs A-Juniorenspielern bestückt.

Der Paukenschlag kam sofort nach Anpfiff der Partie. Noch hatten nicht alle Zuschauer Platz genommen, als bereits das erste Tor fiel. Nach einem Einwurf erzielte Römling (1.) die Führung für die Gastgeber und schockte somit die Haldensleber. In der achten Minute fast das 2:0 für Halle. Aber Ahlerts Freistoß landete am Pfosten von Switalas Gehäuse.

In den ersten Minuten stand der HSC unter Dauerdruck, weil Halle sein Spiel konsequent mit weiten Abschlägen öffnete und immer wieder eine Anspielstation fand. In der 20. Minute probierte es Berlin aus der Distanz, dessen Schuss verfehlte das Hallenser Gehäuse deutlich. Nach einer knappen halben Stunde fand auch der HSC besser ins Spiel und erarbeitete sich erste Möglichkeiten. Clemens Berlins Freistoß sicherte Halles Keeper Guth erst im Nachfassen (31.). Die HSC-Abwehr stand nun sicherer und ließ kurz vor der Halbzeit nur noch eine Möglichkeit der Gastgeber zu. Aber der Kopfball nach einem Eckstoß ging an der Querbalken. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel musste Haldensleben wieder ein frühes Gegentor hinnehmen. Kapitän Kominek (54.) dribbelte sich stark gegen zwei HSC-Verteidiger durch und ließ Switala keine Abwehr Chance. Die Gäste konnten sich nun kaum noch befreien und Switala bewahrte seine Mannschaft vor Schlimmerem. Gegen Römling (62.) und Kominek (66.) parierte er jeweils glänzend und hielt dem HSC im Spiel. Dann plötzlich die große Chance zum Anschlusstreffer. Nach starker Hereingabe von Hampel kam der Ball punktgenau auf den Kopf vom eingewechselten Götsch (76.). Dessen Ball fischte Halles Guth sensationell aus dem Winkel und hielt seinen Kasten sauber. Dies war bis hierhin die beste HSC-Chance. Im Gegenzug musste Switala erneut Kopf und Kragen riskieren gegen Römlings (78.) Schuss. Ihm war es zu verdanken, dass es am Ende beim 2:0 für den Tabellenführer blieb. Mit dem Schlusspfiff hatte Krüger auf HSC-Seite noch die Möglichkeit zum Ehrentreffer, sein Schuss verfehlte das Hallenser Tor (90.).

Respekt vor der Leistung eines überdurchschnittlich jungen HSC-Teams, das sich bei einem Verbandsliga-Spitzenteam ordentlich verkauft hat. Viele Haldensleber Spieler schnupperten am Freitag erstmals Verbandsliga-Luft und bewältigten diese gewiss nicht leichte Aufgabe mit Bravour.

Haldensleber SC: Switala - Wojtzyk (84. Krüger), Müller, Markstein, M. Helmecke, Kania, Cristovao, D. Girke, Mäde (67. Götsch), Mühlisch (72. Hampel), Berlin

Torfolge: 1:0 Christoph Römling (1.) , 2:0 Stefan Kominek (54.)

Schiedsrichter: Patrick Menz - Maik Wiezoreck/Marcus Peter. Zuschauer: 187