Noch bevor der FC Bayern München die Deutsche Meisterschaft klar machen konnte, feierte mit dem SV Langenweddingen eine andere Ausnahmemannschaft den Meistertitel. Nach dem 21. Sieg in Serie, am Sonnabend gegen Wittenberg-Piesteritz, ist der Mannschaft von Markus Deinert der Staffelsieg in der Sachsen-Anhalt-Liga nicht mehr zu nehmen.

Langenweddingen l Saisonübergreifend war der 29:19 (14:7)-Heimsieg über das Schlusslicht Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz bereits der 30. Erfolg in Serie. In den verbleibenden fünf Saisonspielen wird der SV Langenweddingen versuchen, seine perfekte Spielzeit ohne Punktverlust abzuschließen.

Der neue Landesmeister kam nur schwerlich in die Partie, setzte sich nach zwischenzeitlichem Rückstand (3:4) aber Stück für Stück ab. Über Alexander Rohr, der mehrfach am Kreis erfolgreich war, Ricardo Schult und David Stolze bauten die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst auf sechs, bis zur Pause auf sieben Tore aus (14:7).

Auch nach dem Wechsel blieben die Hausherren weiter spielbestimmend und hatten das Geschehen klar im Griff. Matthias Scheller traf mit einem Hammer aus der zweiten Reihe zum 15:7, doch nach und nach schlichen sich immer mehr Fehler ins eigene Spiel. Grün-Weiß wusste dies zu nutzen und konnte verkürzen (17:13 und 20:15), doch so richtig Gefahr kam nie auf.

David Stolze, Christopher Ebert und Alexander Rohr sorgten dafür, dass der Vorsprung wieder anwuchs. Auch der ins Tor gewechselte Michael Eisenkolb konnte sich mehrfach auszeichnen, dank seiner Paraden war der SVL auch über den Tempogegenstoß erfolgreich, so dass sich auch Christian Stark und Ricardo Schult in die Torschützenliste eintragen konnten. Letztgenannter war bereits in Hälfte eins erfolgreich, zeigte insgesamt ein tolles Spiel.

Nachwuchstalent Knoor dreht mächtig auf

Tor um Tor wurde nun nachgelegt und Wittenberg gab sich geschlagen, einzig ihr Torhüter Steffen Bley verdiente sich Bestnoten und verhinderte ein richtiges Debakel. Nach dem 23:16 durch Sebastian Schneider wurde es beim 26:17 noch einmal emotional und laut in der Halle. SVL-Trainer Markus Deinert schenkte Nachwuchstalent Matthias Knoor seine ersten Spielminuten beim Spitzenreiter. Bereits in seiner ersten Aktion war er nur mit Foulspiel zu stoppen und verwandelte den fälligen Strafwurf sicher. Mit zwei weiteren Treffern feierte er einen Einstand nach Maß und zahlte das geschenkte Vertrauen zurück. Schließlich steuerte der SVL einem standesgemäßen Erfolg entgegen und gewann am Ende relativ sicher und absolut verdient mit 29:19, was dann auch nach Spielende vom tollen Publikum mit sehr viel Beifall bedacht wurde. Mit 42:0 Punkten war der Meistertitel fünf Spieltage vor Saisonschluss perfekt. Eine mehr als erfolgreiche Saison, konnte somit frühzeitig gekrönt werden.