Haldensleben (kda) l Am 20. Spieltag der Frauenhandball-Sachsen-Anhalt-Liga ist der HSV Haldensleben II als Sieger aus der Partie gegen den Tabellenvorletzten Weißenfels/Großgrimma hervorgegangen. In einem mit technischen und Regelfehlern durchzogenem Spiel setzte sich der HSV mit 29:24 (16:12) Toren durch.

Mit Samanta und Linda Umbusch sowie mit Justine Schmitz hatten die Gastgeberinnen wieder Verstärkung aus der spielfreien ersten Mannschaft erhalten. Christin Wesemeyer und Melanie Müller waren krankheits- beziehungsweise studienbedingt verhindert. Katrin Daul konnte aus Verletzungsgründen das Spiel nur von der Trainerbank aus beeinflussen.

Das Spiel begann hektisch und zerfahren. Der Haldensleber Angriff mühte sich, Druck auf die Weißenfelser Abwehr aufzubauen. Aufgrund hoher Fehlerquote beider Mannschaften plätscherte das Spiel in den ersten Minuten dahin. Vivien Schulze, die über die gesamte Partie wieder eine solide Leistung zeigte, lief schnelle Konter und erzielte sehenswerte Heber-Tore über die Linksaußen-Position. Keine Mannschaft setzte sich in den ersten 15 Minuten ab. Über die Spielstände 3:3, 6:6 sahen die Zuschauer beim 10:8 die erste Zwei-Tore-Führung auf der Anzeigetafel. Schnell wurde klar, dass die Partie nichts für Weicheier und Schönspieler sein wird. Ähnlich wie im Hinspiel agierten die Weißenfelserinnen mit voller Härte. Die verunsicherten Schiedsrichter aus Westeregeln schafften es nicht, das Spiel entsprechend zu leiten, viel zu sehr ließen sie sich vom Publikum und von den Trainerbänken beeinflussen. Also blieb den Haldensleberinnen nichts anderes übrig, als dagegen zu halten. Mit der Einwechslung von Samanta und Linda Umbusch standen Spielerinnen auf dem Parkett, die diese Härte aus der Mitteldeutschen Oberliga gewohnt sind. Justine Schmitz trug im Angriffsspiel dazu bei, dass beim Stand von 16:12 die Seiten gewechselt wurden.

In der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Der HSV enteilte nach der Halbzeitpause schnell auf 22:13. Zwischen der 43. und 53. Minute schien die Partie zu kippen. Zu viele technische Fehler und Abstimmungsschwierigkeiten schlichen sich ein. Im Angriff fehlte Durchsetzungskraft, so dass es kaum freie Abschlussmöglichkeiten gab. Zum Entsetzen des HSV verkürzten die Spielerinnen aus Weißenfels auf 22:23. Glücklicherweise parierte Franka Ethner nach dem Anschlusstreffer der Gäste entscheidende Bälle, unter anderem zwei Siebenmeter. Die Gastmannschaft hatte ähnliche Sorgen zu beklagen, so dass sie es nicht schaffte, den Ausgleich zu erzielen. Schnelle Ballgewinne der HSV-Deckung führten schlussendlich über die Spielstände 24:22 und 27:23 zum 29:24-Heimerfolg.

HSV Haldensleben: Ethner - S. Umbusch (3), Schmitz (5), Nolde (1), Prochnow (1), Rips (6), Ewert (2), Dorow, Buthut (1), L Umbusch (3), Kühne, Schulze (7), Zimmermann

Zeitstrafen: HSV 5, SpG 7. Siebenmeter: HSV 6/9, SpG 8/5