Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat am Sonnabend Blau-Weiß Neuenhofe gemacht. Durch ein spätes Tor von Michel Hollweg entschied die diesmal von Fred Wehrmeister betreute Mannschaft des Derby gegen den Haldensleber SC II mit 2:1 für sich.

Neuenhofe l Die Kreisstädter avancieren damit zum Verlierer des Spieltages. Nachdem sich Neuenhofe von der Verbandsligareserve deutlich distanzierte (16 Punkte), gewannen mit Uenglingen und Diesdorf auch die direkten Konkurrenten im Kampf um Klassenerhalt. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt somit zehn Punkte.

Soweit hätte es vor 178 Zuschauern nicht kommen müssen. Die ordentlich verstärkte Haldensleber Reserve war die spielerisch klar bessere Mannschaft. Das technisch starke Mittelfeld um Tim Girke und Marius Götsch riss das Spielgeschehen schnell an sich. Klare Möglichkeiten blieben in der Anfangsphase aber Mangelware. Die Gastgeber erzeugten besonders bei Standardsituationen Torgefahr, doch die Kopfbälle von Hollweg (3.) und Jeremias (20.) waren nicht genau genug. Auf der Gegenseite wurde René Hasse gesucht und nach einer Viertelstunde auch gefunden. Doch der Torjäger ließ seine erste Möglichkeit ungenutzt (15.).

Den Brustlöser für dieses trotz sechs Gelber Karten faire Derby gab Alec Jeremias. Der Mittelfeldmotor setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und hatte bei seinem Schuss aus 25 Metern Glück, dass dieser noch unhaltbar abgefälscht wurde (27.). Die Freude auf Neuenhofer Seite währte aber nur kurz. Bereits im Gegenzug glichen die Haldensleber aus. Ausgangspunkt war ein schwacher Klärungsversuch von Torwart Daniel Krümmling. Den mit dem Fuß zu kurz geklärten Ball köpfte der auffällige Götsch in den Lauf von Hasse, der erst Krümmling umspielte, dann Stephan Uebe auf der Linie anschoss, letztendlich aber doch den Treffer machte. Die Gäste hatten nun ihre beste Phase, drückten vehement auf die Führung. Doch der harmlose Kopfball von Hasse blieb die einzige ernstzunehmende Torannäherung vor der Pause.

Nach der Halbzeit gestaltetet sich die Partie wieder ausgeglichener. Jens Hoffmeister traf mit einem Freistoß nur den Pfosten. Auf der Gegenseite spielten Girke und Götsch die ganze Abwehr aus, doch Girke scheiterte am starken Krümmling. Die Partie stand nun auf Messers Schneide. Hollwegs Schuss (61.) ging knapp vorbei, vier Minuten später klärte Hoffmeister für den bereits geschlagenen Krümmling gegen Florian Ohrdorf. Eine Entscheidung schien sich nach 75 Minuten anzubahnen. Tim Girke foulte Jeremias im Strafraum, zuvor wurden drei Neuenhofer Versuche abgeblockt. Den fälligen Strafstoß von Hoffmeister parierte Fattroth glänzend. Doch das Momentum nutzte der HSC nicht, im Gegenteil. Nach einem feinen Zuspiel war Hollweg drei Minuten später durch, schüttelte seinen Gegenspieler ab und markierte den 2:1-Siegtreffer.

Neuenhofe: Krümmling - Trültzsch, Flentge, Uebe, Schneider (73. Alsleben) - Hoffmeister, Schmidt, Jeremias, Paasche - Hollweg (82. Schrader), Schmiedl (21. Kerstan).

Haldensleben: Fattroth - Horsika, Helmecke, Kotulla, Lehrmann - Schütte, Girke, Götsch, Speck (72. T. Ohrdorf), F. Ohrdorf (56. Pfofe) - Hasse.

Torfolge: 1:0 Alec Jeremias (27.), 1:1 Rene Hasse (29.), 2:1 Michel Hollweg (80.).

Besonderes Vorkommnis: Bennet Fattroth pariert Foulelfmeter von Neuenhofes Jens Hoffmeister (75.).

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