Die Männer des SV Oebisfdelde IV haben am Sonntagnachmittag den Nordcup verteidigt. In eigener Halle bezwangen sie im Finale den 1. Nordligisten HV Lok Stendal deutlich mit 35:26 (18:13) Toren.

Oebisfelde l Wie bekannt, spielen die Allerstädter nur in der Kreisliga. Trotzdem gingen sie als die haushohen Favoriten in das Finale gegen den Vizemeister der 1. Nordliga. Denn viele der Oebisfelder hatten über Jahre Erfahrungen in der Regional- und Oberliga gesammelt. Ihr Können ist immer noch bemerkenswert. Die junge Stendaler Mannschaft bekam das deutlich zu spüren.

Gegen die in Angriff und Abwehr über weite Strecken sehr effektiv arbeitenden Oebisfelder mussten die Lok-Männer viel Aufwand betreiben, um halbwegs mithalten zu können. Das klappte allerdings auch nur bedingt. Grund: Der SVO hatte bereits frühzeitig das Signal auf Cupverteidigung gestellt, lag nach neun Minuten mit 9:3 vorn. Vor allem ein Verdienst von SVO-Mann Andreas Werner. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Bälle im HV-Kasten versenkt.

Auszeit bringt nicht die erhoffte Wirkung

Stendal versuchte zwar, die Angriffswucht des SVO durch die Auszeit zu stoppen, doch die kurze Pause brachte für den HV nicht die erhoffte Wirkung. Mehr als ein Rütteln an den Ketten, insbesondere Kreismann Tomy Schumann und Rückraumakteur Rosentreter waren dafür verantwortlich, sprang nicht heraus. So lagen die Oebisfelder nach 21. Minuten, Werner (2) und Ramon Wolter hatten von 10:6 auf 13:6 erhöht, bereits mit sieben Toren vorn. Zur Pause hatten die Allerstädter schließlich mit fünf Treffern die Nase vorn.

Nach Wiederanpfiff änderte sich die Szenerie nur wenig. Die Oebisfelder hielten die Spielfäden weiterhin souverän in der Hand. Lok kämpfte dagegen. Das Aufgeben war für die HV-Vertretung, die von ihren mitgereisten Anhängern vorbildlich unterstützt wurden, kein Thema. Doch entscheidend heran kam die Ostaltmärker nicht mehr. Hin und wieder betrug der Rückstand fünf Tore, doch Morgenluft schnupperte Lok dadurch nicht. Die Oebisfelder ließen sich nicht aus der Reserve locken, hatten auch, obwohl einige Jahre älter, keine konditionellen Probleme.

In der Schlussphase versuchten die Stendaler dann noch einmal mit einer offensiven Abwehr den Kontrahenten aus dem Rhythmus zu bringen - vergeblich. Die Oebisfelder meisterten diese Phase, für einige Minuten sogar in doppelter Unterzahl, wie gewohnt souverän. Mehr als das 26:32 durch Johannes Lemme gelang den Stendalern nicht mehr.

Dafür liefen die Hallenherren zum Schluss noch einmal zur großen Form auf - in Person von David Eckert. Der einsatzstarke Kreisläufer lieferte einen lupenreinen Hattrick ab und machte den 35:26-Sieg der Oebisfelder perfekt.

Durch den zweiten Nordcupsieg in Folge sind die Oebisfelder, die am kommenden Sonnabend auch noch im Kreispokalfinale gegen den VfB Klötze II stehen und natürlich die klaren Favoriten sind, damit erneut auch für den Kampf um den HVSA-Pokal startberechtigt.

In dieser Saison haben sich die Männer um Spielmacher Michael Rieck bis ins Viertelfinale vorgearbeitet. Das Stoppzeichen setzte dann Rot-Weiß Staßfurt II. Mit 32:33 mussten sich die Allerstädter dem Sachsen-Anhalt-Ligisten knapp in eigener Halle geschlagen damals geben.

SV Oebisfelde IV: Zimmermann, Ellenberg - Wolter (8), Werner (11/4), Eckert (8), Schulzke (2), M. Müller, Rieck (4), Thormeyer (1), Kröhn (1/1), Rehfeldt, Spychalski.

Siebenmeter: 5/5;Zeitstrafen: 3.

HV Lok Stendal: Kurze, Vogel - Schumann (8/3), Lemme (3), Leinung (1), Stephan (1), Hepper (1), Rosentreter (8), Hentschke (4), Klein, Mehlich, Tembe, Hornuff (1), Elsner.

Siebenmeter: 5/3;Zeitstrafen: 0.

Schiedsrichter: Niklas Majstrak/Tom Reinhardt (Post Magdeburg).

Zuschauer: 150.

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