Auch ein "normaler" Läufer kann durchaus auf einer Finishermedaille verewigt werden. So geschehen bei Heike und Helmut Perlitz, Viola Vester sowie Klaus-Jürgen Ostehr beim BIG 25 in Berlin.

Haldensleben/Wellen (kjo/dei) l Heike und Helmut Perlitz sowie Viola Vester von der Laufgruppe (LG) Roland Haldensleben hatten langfristig die Laufveranstaltung BIG 25 2012 in Berlin geplant. Da beide Frauen zuvor schon beim Berliner Marathon von Klaus-Jürgen Ostehr von der LG Socken-Wellen begleitet und während des Laufs unterstützt wurden, kamen sie damals recht kurzfristig auf die Idee, diese Hilfe auch beim BIG 25 zu nutzen. Als weiterer Helfer kam Florian Ostehr von den Socken dazu. So machte man sich nach Berlin auf den Weg und genoss den Lauf als Fünfer-Gruppe lange Zeit gemeinsam. Florian und Klaus-Jürgen sorgten nicht nur für Unterhaltung, liefen Lücken zu, sondern organisierten auch die Versorgung. Irgendwann wurde aus der Fünfer-Gruppe eine Vierer-Gruppe, die bis zum Schluss zusammen blieb. Am Straßenrand immer wieder private und professionelle Fotografen, die das Geschehen festhielten und dokumentierten. Von denen nahm die Läuferschar nur wenig Notiz. Endlich nach fast 25 km vor dem Berliner Olympiastadion angekommen, nur noch wenige 100 m bis zum Ziel, ohrenbetäubende, rhythmische Musik im Marathontunnel, Jubel im Stadion, der blaue Belag der Stadionrunde, auf der großen Leinwand kann sich jeder selbst sehen und dann endlich der Zieleinlauf. Haldensleber und Wellener liefen Hand in Hand nebeneinander ins Ziel - die beiden Frauen umrahmt von den Männern.

"Das Blitzlichtgewitter beim Zieleinlauf nahmen wir wahr, schenkten ihm aber keine große Beachtung. Aber da wurde ,Das Foto` von uns gemacht. Monate später bei der Marathonmesse zum Berliner Marathon tauchte unser Foto als Werbung für ,Berlin läuft!` auf. Eigentlich könnte es auch heißen ,Bördekreis/Sachsen-Anhalt läuft in Berlin!` Wir hatten jedenfalls überhaupt keine Ahnung davon", erzählt Klaus-Jürgen Ostehr.

Inzwischen erinnern die Berliner mit diesem Bild auch per E-Mail und im Internet an den BIG 25. Daraufhin entschloss sich Wolf-Dieter Perlitz von den Rolandläufern noch kurzfristig zum Start am 4. Mai 2014. Im Ziel dann die erkämpfte Finishermedaille. Zunächst nahm er das Motiv gar nicht wahr. Erst als er nichts ahnend zuhause das Motiv aus dem Vorjahr und dem aus diesem Jahr betrachtete, dämmerte es ihm. Schnell das Zielbild her-ausgesucht und tatsächlich auf der Medaille seine Mutti Heike in Begleitung von Viola, Florian und Klaus-Jürgen. Auch ein normaler Läufer kann es also mal wie Weltrekordler oder Marathonsieger schaffen, auf 30000 Medaillen verewigt zu werden.