Haldensleben (uku) l Die 1. Frauenmannschaft des HSV Haldensleben beendete die Saison 2013/14 mit einem unerwarteten vierten Platz in der Mitteldeutschen Oberliga und holte sich auch den Landespokal Sachsen-Anhalt. Nach den Plätzen neun bzw. sieben in den Vorjahren ist das eine positive sportliche Bilanz.

Die Grundlagen dafür war neben einem anspruchsvollen Trainingsplan von der verantwortlichen Trainerin Dr. Marita Daum die disziplinierte und engagierte Teilnahme an den Trainingseinheiten und den Wettkämpfen. Das trifft auf das gesamte sehr junge und zu Beginn der Saison neu formierte Team zu. Fünf A-Jugendspielerinnen konnten erfolgreich in das Kollektiv integriert werden und waren maßgeblich an der Leistungssteigerung der Oberligamannschaft beteiligt.

In der ersten Halbserie legte das Team mit neun Siegen, einem Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Markranstädt und Marienberg einen blendenden Start hin.

Darunter zwei Auswärtssiege gegen die spielstarken Vertretungen SV Koweg Görlitz (27:25) und den THC II (22:21) sowie zu Hause gegen SV Chemnitz 2010 (27:24). Wobei das 25:25 gegen den TSV Niederndodeleben ein in letzter Sekunde verschenkter Sieg war.

Zwischen den Punktspielen der Mitteldeutschen Oberliga absolvierte die Jugend-Bundesliga-Mannschaft unter der sportlichen Leitung von Dr. Daum zusammen mit Olaf Buthut und Silke Kortz die in Turnierform ausgetragenen Spiele der HJBL und richtete die gemeinsamen Trainingseinheiten der A-Jugend und der 1. Frauen darauf aus.

Ein Höhepunkt in der zweiten Halbserie war sicher die mit gesteigertem Selbstbewusstsein gespickte Partie in der Ohrelandhalle gegen den späteren Meister und Aufsteiger dem HSV 1956 Marienberg. Nach einem kämpferisch und spielerisch guten Spiel der Heimsieben lag man zwei Minuten vor dem Abpfiff 26:25 vorn und hätte mit einem zuerkannten 7m den Sack zubinden können. Freud und Leid liegen häufig dicht beieinander; und so ärgerten sich die Mädchen am Schluss über die mit 26:27 verpasste Sensation, zumal ein Sieg dem SC Markranstädt denAufstieg beschert hätte.

Mit den Siegen über Görlitz und den THC II hatten sich die Damen des HSV Haldensleben vor dem letzten Spieltag den vierten Tabellenplatz gesichert, der bei etwas mehr Cleverness und Glück während der Saison auch hätte "Bronze" heißen können.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die pokalberechtigte zweite Frauen des HSV - aus welchen Gründen auch immer - bereits komplett beim Verein abgemeldet. So mussten am letzten Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga das Miniteam der "Alten" das fällige Punktspiel beim Absteiger HC Sachsen Neustadt/Sebnitz (27:28) bestreiten, während gleichzeitig die A-Jugend in einem Topspiel das Finale im Landespokal erreichte.

In der Woche zuvor hatten - neben den zwei bereits zu Jahresanfang avisierten durch den Landestrainer unterstützten Abgängen zur Hallenser Zweitliga-Vertretung - weitere vier Spielerinnen nach lukrativen Angeboten höherklassiger Mannschaften bzw. persönlicher Zielstellungen der Trainerin und dem Vorstand ihr Aufhören signalisiert. Die Spielfähigkeit für die Ansprüche in der Mitteldeutsche Oberliga waren somit dahin.

In zwei spannenden und begeisternden Spielen des Pokalfinales, dass durch die 1. Frauen und die A-Jugend wahrgenommen wurden, zeigten die Frauen von Coach Dr. Daum noch einmal ihr gewachsenes Leistungsvermögen gegen den Dritten der Mitteldeutschen Oberliga, dem TSV Niederndodeleben. Sie erspielten sich mit zwei Siegen verdient den HVSA-Cup 2013/14.

Dafür erhielt das Team von den Fans, den Zuschauern, der Trainerin und dem Management Lob und Anerkennung - insgesamt also für eine erfolgreiche Saison.