In der Eilslebener Gaststätte "Zur Eisenbahn" hat am Sonnabend der 2. Kreisverbandstag des Kreisfachverbandes Fußball Börde stattgefunden. Als Präsident für die kommenden vier Jahre wurde Eckhard Jokisch gewählt.

Eilsleben l Die größte Spannung herrschte zu Beginn der Veranstaltung. Lange 20 Minuten mussten die Verantwortlichen um die Beschlussfähigkeit bangen, erst danach waren mehr als 50 Prozent der Stimmberechtigten vertreten.

Zu Gast beim 2. Kreisverbandstag war der Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt Erwin Bugar. In seinem Grußwort lobte er den KFV als "zuverlässigen Partner" mit einer Bilanz, die "sich sehen lassen kann". Zusammen mit dem Vizepräsidenten des Kreissportbundes Börde, Torsten Winkelmann, unterstrich er die immense Bedeutung des Ehrenamtes. Letzterer mahnte die Anwesenden angesichts weiterer finanzieller Kürzungen zur Einigkeit. "Die Politik muss merken, dass die Sportfamilie lebt!"

Im Vorstandsbericht wurde unter anderem der Rückgang, der im Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften (26), das erfolgreiche Einführen des elektronischen Spielformulars sowie die noch immer fehlende Anzahl an Schiedsrichtern thematisiert. Insgesamt weisen 51 Vereine im KFV nicht die erforderliche Anzahl an Unparteiischen auf. Die Strafen hierfür sowie für Rote Karten sind eine sichere und große Position im Haushalt des Kreisfachverbandes. Darüber informierte Schatzmeisterin Bärbel Scheer, die nach 29 Jahren aus dem Vorstand ausscheidet. Der Finanzhaushalt ist laut Scheer "ausgeglichen" und die Geschäftsfähigkeit "gewährleistet".

Neben Bärbel Scheer wurden noch eine ganze Reihe verdienstvoller Mitstreiter verabschiedet und geehrt (siehe Kasten rechts). Stellvertretend seien hier nochmal Dieter Peist, nach 46 Jahren Amtszeit als Vorsitzender des Kreissportgerichtes, und Bernd Scheer (33 Jahre im Vorstand) genannt.

Die Wahl des neuen Vorstandes verlief relativ flüssig. Bis auf die Position Vorsitzender Freizeit- und Breitensport standen jeweils nur so viele Kandidaten zur Verfügung, wie es Plätze gab. In einer offenen Abstimmung, die allerdings wiederholt werden musste, setzte sich Peter Drache mit 21 zu 17 Stimmen, bei 12 Enthaltungen, gegen Kurt Zielinski durch.

"Einheit ist vollzogen"

Zum Abschluss fand der alte und nun durch eine Wahl legitimierte Präsident Eckhard Jockisch kämpferische Worte: "Die Einheit zwischen Börde und ehemaligem Ohrekreis ist in meinem Kopf vollzogen. Ich werde versuchen, das Beste für alle zu realisieren. Das ist mein Versprechen!"

   

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