Nach dem Gewinn der Nordligameisterschaft und Platz zwei bei der Landesmeisterschaft ging es für den Barleber HC nach Wismar zu den "Ostdeutschen Meisterschaften". Dort sollten die Mädchen im überregionalen Vergleich den Verein und den HVSA würdig präsentieren.

Landkreis l So ganz wohl war Trainern und Spielerinnen nicht bei dem Gedanken, sich gegen die Mannschaften von Leistungszentren und Großstädten zu messen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Nach der feierlichen Eröffnung wurden die zwölf Mannschaften (Landesmeister und Vizelandesmeister der neuen Bundesländer und Berlin) in zwei Gruppen eingeteilt. Der BHC geriet in die Schwierigere.

Gleich in den ersten beiden Spielen wurden die Mädchen aus Barleben richtig gefordert, gegen die Landesmeister aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Aber die Barleberinnen kämpften vorbildlich, auch wenn es leider nur zu zwei Niederlagen (14:9 und 21:10) reichte. Das dritte Spiel brachte den ersehnten, wenn auch knappen Sieg gegen den MTV 1860 Altlandsberg (13:12) aus Thüringen. Gegen den Rostocker HC (Vizelandesmeister Mecklenburg-Vorpommern) stand eine 23:13-Niederlage zu Buche, obwohl die Mannschaft nicht eindeutig dominierte. Doch leider zeigten sich bei einigen Barleberinnen erste Ermüdungserscheinungen. Das Ergebnis (23:13) fiel schlechter aus als erwartet. Für das letzte Spiel gegen den HC Leipzig (späterer Turniersieger) hieß es nur, Schadensbegrenzung zu betreiben. Die 16:3-Niederlage ging somit völlig in Ordnung. Also hatte es nur für die B-Finalrunde gereicht, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat

Der erste Gegner am Sonntag (TSG Wismar) machte es den Barleberinnen anfangs leicht. Sie gingen mit 5:1 in Führung und mit 9:6 in die Pause. Doch dann passierten einige technische Fehler und am Ende gab es die zweite unnötige Niederlage bei diesem Turnier (12:9) und klare Worte. Die nächsten zwei Spiele sollten zeigen, dass diese Worte auch gewirkt hatten. So konnten die Barleber Mädels den Frankfurter HC (Landesmeister Brandenburg) mit 15:8 und die SV Wartburgstadt Eisenach (Landesmeister Thüringen) mit 21:10 besiegen. Das war für die Spielerinnen, ihre Trainer und die Fans ein versöhnlicher Turnierabschluss, sodass man gut gelaunt zur Siegerehrung reisen konnte.

Die weibliche D-Jugend des Barleber HC verabschiedete sich mit einem tollen neunten Platz aus diesem Turnier der zwölf besten Mannschaften der neuen Bundesländer und Berlin, was die Mädchen, die Trainer und die mitgereisten Fans sehr stolz machte.