Zum Thema "Betrug bei der Kreismeisterschaft" erhielt die Sportredaktion einen Leserbrief von Thomas Crackau, Trainer der 1. D-Jugend JSG Angern/Rogätz/Loitsche/Zielitz.

Die Vorgehensweise des HSC, eine begrenzte Anzahl höherklassige Spieler einzusetzen, ist regelkonform. Jedoch hat jeder Mensch ein gewisses Unrechtsempfinden. Und so kann ich es nachvollziehen, dass Vereine sich in gewisser Weise um den verdienten Lohn der Arbeit betrogen fühlen, wenn in entscheidenden Spielen im Kreismaßstab diese Art der wettbewerbsverzerrenden Teamverstärkung angewandt wird. Die Regelung des FSA soll gewährleisten, dass auch höherklassig spielende Kicker in unteren Ligen Spielpraxis sammeln können. Dies ist zum Beispiel nach verletzungsbedingten Ausfällen gut und auch wichtig.

Jedoch ist dies auch ein Schlupfloch für die beschriebene Vorgehensweise. Da der HSC auch von der Arbeit umliegender Vereine profitiert, indem gute Spieler zum HSC gelotst werden, sollte man die Arbeit der Vereine nicht mit solchen Mitteln abstrafen.

Da es jedoch "nur" um einen Pokal im Kinderfußball geht, sollte mit den Worten Betrug oder gar Korruption sehr vorsichtig umgegangen werden. Die Vorwürfe gegen Schiedsrichter und Turnierleitung kann ich nicht nachvollziehen. An den Schiedsrichtern lag es an diesem Tag mit Sicherheit nicht. Die Turnierleitung um Elko Duckstein zeigte sich sehr engagiert und bemüht, sorgte für einen reibungslosen Ablauf und eine gelungene Veranstaltung. Unser Glückwunsch geht an das Trainerteam und die Kicker des Kreismeisters. Ihr hättet auch ohne Verstärkung das Turnier bereichert.

Der Modus mit einem Endrundenturnier ist jedoch zu überdenken.