Wolmirstedt (bor) l Den langen Weg ins sächsische Regis-Breitingen nahmen fünf Nachwuchs-Leichtathleten in Angriff, um bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend U 16 die Farben ihres Heimatvereins SV Kali Wolmirstedt zu vertreten.

Fünf Medaillen für den Kali-Nachwuchs

Gegen die starke Konkurrenz aus Sachsen, Thüringen und die aus dem eigenen Land Sachsen-Anhalt legte der Kali-Nachwuchs eine beeindruckende Bilanz hin. Mit zwei Gold- und drei Bronzemedaillen war der SV Kali Wolmistedt hinter dem SV Halle (14 Medaillen), dem SC Magdeburg (11 Medaillen) und den Halleschen Leichtathletik-Freunden (6 Medaillen) viertstärkster Verein des Landes Sachsen-Anhalt.

Die beiden jüngsten der Kali-Gruppe, Thore Nahrstedt (Hammerwurf) und Linett Fauter (2000 m), begannen bzw. beendeten den erfolgreichen Wettkampftag mit dem Gewinn des Mitteldeutschen Meistertitels in der Altersklasse 14.

Thore wird seiner Favoritenrolle gerecht

Schon um 10 Uhr begann Thore Nahrstedt mit der ersten Disziplin Hammerwurf, bei der er mit der besten gemeldeten Weite als Favorit antrat. Nach anfänglicher Unsicherheit fand der Colbitzer aber gut in den Wettkampf und hielt die Konkurrenten aus den Nachbarländern in Schach. Mit neuer persönlicher Bestweite (35,96 m) holte sich der Kali-Nachwuchswerfer die Goldmedaille mit über 1,50 Meter Vorsprung. Im Diskuswerfen, seiner zweiten Disziplin an diesem Tag, wollte Thore ebenfalls eine neue Bestweite erreichen und den Endkampf der besten Acht. Mit 38,03 Meter gelang ihm ein guter siebter Platz.

Beim Kugelstoßen rechnete sich Thore schon einen Podestplatz aus. Leider verpasste er mit 12,43 Meter und dem fünften Platz eine Medaille nur um 15 Zentimeter.

Sehr dicht lagen die gemeldeten Vorleistungen der 2000-Meter-Läuferinnen zusammen. Die sachsen-anhaltinische Landesmeisterin Linett Fauter hatte es im gemeinsamen Feld der 14- und 15-jährigen Läuferinnen Konkurrentinnen zu tun.

Linett hat das beste Finish

Schon auf den ersten Metern wurde klar, dass es ein schnelles Rennen würde, welches auf eine Zeit unter sieben Minuten hindeutete. Nach gut 400 Metern setzte sich die Samswegerin etwas überraschend an die Spitze und bestimmte das Tempo. Dem konnte nur die Leipzigerin Kummich (W 15) folgen, die dann bald die Führung übernahm und diese bis zum Ziel nicht mehr abgab. Auf der dritten und vierten Runde versuchten Läuferinnen, den Rückstand wettzumachen, was ihnen jedoch nicht ganz gelang. Auf der Schlussrunde mobilisierte der Schützling von Lauftrainer Günter Barthel noch einmal alle Kräfte und lief mit neuer Bestzeit in 6:58,66 Minuten zur Goldmedaille und zum Mitteldeutschen Meistertitel in der W 14.

Medaillenchancen rechnete sich auch der Kugellandesmeister Alexander Schmidt in der M 15 bei seinen drei Teilnahmen (Kugel, Diskus, Speer) aus. In seiner ersten Disziplin dem Speerwurf verpasste der Barleber mit dem vierten Platz knapp die Medaillenränge.

Etwas überraschend holte sich Alexander dann mit neuer Bestweite von 50,00 Metern die Bronzemedaille. Bei seiner Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, wollte der junge Werfer noch mehr. Aber er fand nicht so in den Wettkampf und musste sich am Ende dem Erfurter Brendel (16,32 m) und dem Bernburger Friedrich (16,07 m) deutlich geschlagen geben. Mit der Bronzemedaille war Alexander dann aber dennoch zufrieden.

Um eine gute Platzierung ging es an diesem Tag für die fünfzehnjährige Mia Szech im Hammer- und Diskuswurf. Den Auftakt machte das Hammerwerfen, wo die Colbitzerin einen guten vierten Platz erreichte. Beim Diskuswerfen waren die Chancen aber deutlich größer einen Podestplatz zu erreichen.

Die Vorleistungen der Mitkonkurrentinnen lagen alle dicht beieinander. Die Landesmeisterin Sachsen-Anhalts Groß (SC Magdeburg) setzte sich erwartungsgemäß gegen die Leipzigerin Grünewald durch.

Bronzemedaille für Mia

Bei den letzten Landesmeisterschaften noch leer ausgegangen zeigte Mia an diesem Tag starke Nerven und holte sich mit guten 29,50 Meter die Bronzemedaille.

Dieses Edelmetall hatte auch Paula Sommer über die 800 m im Blick. Aber schon vor dem Lauf war klar, dass man deutlich unter 2:20 Minuten laufen musste, um in den Bereich einer Podestplatzierung zu kommen. Das Tempo wurde von Beginn an sehr hoch gehalten und dennoch blieb das Läuferinnenfeld dicht zusammen. Mit 2 Sekunden hinter der Drittplatzierten kam die Farsleberin auf den `undankbaren` vierten Platz ein. Mit 2:21,04 Minuten bestätigte aber die Doppellandesmeisterin (800 und 2000 m) ihre zuvor in Dessau gelaufene Zeit und wurde beste Sachsen-Anhalterin in diesem Lauf.

Mitteldeutsche Meisterschaften Jugend U 16

Regis-Breitingen, 12.07.2014

M 15Alexander Schmidt

3. PlatzKugelstoß15,20 m

3. PlatzDiskuswurf50,00 m BL

4. PlatzSpeerwurf46,65 m

M 14Thore Nahrstedt

1. PlatzHammerwurf35,96 m BL

5. PlatzKugelstoß12,43 m

7. PlatzDiskuswurf38,03 m BL

W 15Mia Szech3. PlatzDiskuswurf29,50 m

4. PlatzHammerwurf26,41 m

W 15Paula Sommer

4. Platz800 m2:21,04 min.

W 14Linett Fauter1. Platz2000 m6:58,66 min.BL