Groß Santersleben (cme) l Der SV Groß Santersleben hat eine überragende Kreisoberligasaison gespielt und sich zurecht den Kreismeistertitel gesichert. Nun geht es für Santos in der Landesklassen-Staffel II zur Sache. Die Vorbereitung lief alles andere als optimal.

Bevor sich der Trainer Fritz Ledderboge in den Urlaub verabschiedete, war er pessimistisch. "Die Vorbereitung läuft katastrophal. Die Spieler wissen nicht, was auf sie zukommt. Sie denken, dass es so weiter geht wie im letzten Jahr. Sie haben noch nicht begriffen, dass sie in dieser Saison etwas mehr hinterher laufen werden."

Als negativer Höhepunkt gilt für den Trainer das kurzfristig abgesagte Testspiel seiner Mannschaft in Hadmersleben. "Die Einstellung ist nicht konsequent genug. Einzelne Spieler sind nicht zuverlässig", prangert der Aufstiegstrainer seine Jungs an. Die Vorzeichen für die erste Saison auf Landesebene seit Jahren stehen damit alles andere als gut. Dass die Mannschaft das Potenzial hat, um in der Landesklasse zu bestehen, muss sie nun beweisen. "Sie können nun zeigen, ob sie Kerle sind oder Weichwürste", so Ledderboge.

Zeit, um an der taktischen Ausrichtung zu pfeilen, blieb nicht. "Man wird defensiver spielen müssen, da werden wir sicherlich zu gezwungen. In der Kreisoberliga haben wir dominiert", macht der Coach die Unterschiede zwischen den Spielklassen deutlich.

Derbys gegen Neuenhofe am 4. Oktober und am 18. April

Die Personaldecke bleibt dünn. Insgesamt gab des drei Abgänge - unter anderem Marcus Dolcke - und keinen Zugang. Zu Saisonbeginn haben die Groß Santersleber ein Heimspiel. Erster Gegner ist die SG Gnadau. Es folgen Auswärtsaufgaben in Nedlitz und Niegripp. Spätestens danach wird Ledderboge wissen, ob seine Mannschaft auch ohne Vorbereitung stark genug ist, um die Klasse zu halten. Denn nur darum geht es.

Neben den neuen Mannschaften freut sich der Trainer auch auf die Derbys gegen Blau-Weiß Neuenhofe. Am 4. Oktober (in Groß Santersleben) und am 18. April (in Neuenhofe) finden die Nachbarschaftsvergleiche statt.