Barleben (aib/cme) l Am zweiten Spieltag der Verbandsliga Sachsen-Anhalt konnte der FSV Barleben seinen ersten Sieg erzielen. Das Middendorf-Team gewann am Freitagabend mit 2:1 in Sangerhausen.

Von Beginn an versuchte der FSV, mit viel Ballbesitz das Spiel zu kontrollieren. Eine erste Eingabe von Heckeroth verpassten jedoch seine Mitspieler (7.). Der VfB war dabei stets mit seinen pfeilschnellen Angreifern gefährlich und lauerte auf Konter. Eine Ablage von Kühnast jagte Kapitän Heckeroth in aussichtsreicher Position über den Kasten (13.). Zwei Minuten später wurde ein Schuss von Hennecke abgeblockt.

Barleben versuchte weiter, gefällig nach vorn zu spielen und musste dabei den einen oder anderen gefährlichen Konter der Hausherren klären. Nach einem Angriff über rechts und der anschließenden Eingabe von Schönberg verpassten Heckeroth und Kühnast den Ball nur knapp (36.). Kurz darauf prüfte Kalkutschke mit einem Distanzschuss VfB-Keeper Schwab. Beim Nachschuss konnte Brendel im letzten Moment geblockt werden.

So blieb es nach den ersten 45 Minuten weiter torlos und es ging bei hochsommerlichen Temperaturen zur Halbzeitpause. Nach dem Wechsel konnten dann die mitgereisten Barleber Fans jubeln. Nach einer Ecke von Hennecke jagte Kalkutschke den Ball mit einem Seitfallzieher zur 1:0-Führung in die Maschen (46.).

Nun wurde auch Sangerhausen etwas mutiger und spielte druckvoller nach vorn. Ein erster Schuss von Timpe wurde zur Ecke abgewehrt. In der 55. Spielminute setzte Brendel einen Ball über das Tor. Zwei Minuten später nutzte Kalkutschke eine Unstimmigkeit in der VfB-Abwehr und erzielte clever das 2:0 für seinen FSV.

Die Hausherren erhöhten den Druck und Barleben musste die Konzentration in der Abwehr hoch halten. Ein Schuss von Schulz ging nur knapp neben den Pfosten ins Aus (58.). In der 64. Minute ein Konter der Barleber: Kalkutschke kam dabei aber ins Straucheln und verstolperte den Ball. Fünf Minuten später scheiterte Hagedorn freistehend am VfB-Keeper. Barleben spielte weiter konzentriert nach vorn und hätte durchaus ein weiteres Tor erzielen können. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde ein Schuss von Brendel von Schwab entschärft. Dann ein Freistoß für Sangerhausen, Kapitän Teichmann zwang Henne zu einer Glanzparade, der den Ball zur Ecke klären konnte.

In der 84. Minute fiel der Anschlusstreffer des VfB. Timpe traf nach einer Eingabe per Kopf zum 1:2-Anschluss. Nun warfen die Hausherren alles nach vorn und setzten den FSV noch einmal gehörig unter Druck. In der Nachspielzeit musste Matthias noch einmal in höchster Not für seine Barleber klären. Einen Kopfball des VfB klärte er gerade noch auf der Linie. Barleben überstand die Schlussoffensive des Gastgebers und so blieb es am Ende beim letztlich verdienten 2:1-Auswärtssieg für den FSV Barleben.

VfB Sangerhausen: Schwab, Olbricht, Rauer, Piesche (59. Trautmann), Schulz, Knopp, Meyer (75. Hrivnac), Ebert, Dziony, Teichmann (90. Dolata), Timpe.

FSV Barleben 1911: Henne, Loth, Otte, Hennecke, Schönberg, Weiß, Potyka (80. Matthias), Kalkutschke, Brendel (90. Schipke), Heckeroth, Kühnast (69. Hagedorn).

Torfolge: 0:1, 0:2 Kalkutschke (46., 57.), 1:2 Timpe (84.).

Schiedsrichter: Frank Hildebrandt, Ronny Kasten, Silvio Schaller.

Im Landespokal nach Braunsbedra

Der nächste Gegner für die Barleber im Landespokal heißt Braunsbedra. Der Gastgeber setzte sich am Sonnabend mit 3:1 nach Verlängerung gegen den Landesligisten Bismark durch.

In der ersten Halbzeit war Braunsbedra besser. "Wir haben taktisch etwas verändert, so dass wir in der zweiten Halbzeit die stärkere Mannschaft waren", sagte Bismarks Trainer Dirk Grempler. Da die Gäste viele Chancen vergaben, dauerte es bis zur 88. Minute, ehe Daniel Burkardt (sein erstes Tor für Bismark) ausglich. In der Verlängerung schoss Braunsbedra durch eine Einzelleistung das 2:1. Bismark wollte den Ausgleich erzwingen und musste aufmachen. Per Konter schoss der Gastgeber noch das 3:1. Grempler: "Wir hätten es verdient gehabt, eine Runde weiter zu kommen. Ich habe viel Positives bei meiner Mannschaft gesehen."