Die Rekorde bei den Deutschen Jugendmeisterschaften fielen am Wochenende bereits im Vorfeld. Im Lohrheidestadion von Bochum Wattenscheid nahmen mehr als 1800 Athletinnen und Athleten aus 500 Vereinen ihre Titelkämpfe auf.

Haldensleben (hba) l Trotz weiter angehobener Zulassungsnormen schafften damit sehr viele Leichtathleten den Sprung zu den Jugendmeisterschaften. Dabei waren mit Norman Plischke und Tim Schäper auch zwei Aktive des Haldensleber SC. Beide Athleten zählten zu den Jüngsten in ihren Altersklassen und beide dürfen auch im kommenden Jahr in dieser Altersklasse U 18 an den Start gehen.

Um es vorweg zu nehmen, beide erfüllten die Erwartungen, die ihnen Haldenslebens Bürgermeister mit auf den Weg gegeben hat, nämlich die Farben der Stadt würdig zu vertreten. Bereits am Freitagmittag schlug für Norman Plischke die Stunde der Wahrheit. 20 junge Männer nahmen den Speerwurfwettbewerb auf. Bei sehr warmen Temperaturen und komplizierten äußeren Bedingungen wo der Wind permanent wechselte, wollte Norman an die guten Resultate der vergangenen Wochen anknüpfen. Nach nur 57 Metern ließ er im zweiten Versuch 62,09m folgen. Die Finalteilnahme war nun sicher und der Haldensleber versuchte, förmlich mit der Brechstange weitere Würfe zu landen. Zwei ungültige Versuche im vierten und fünften Durchgang setzten den HSC-Athleten erheblich unter Druck.

Der sechste und letzte Versuch sollte den ganz weiten Wurf bringen. Das gelang Norman dann auch, doch eine heftige Windböe ließ den 700 Gramm schweren Speer in das Aus fliegen. Weit, aber ungültig, eine mögliche Medaille leider verfehlt. Dennoch, Platz fünf bei diesen Titelkämpfen kann sich sehen lassen. Sogar mehr war drin, dies sollte aber in Wattenscheid noch nicht sein.

"Ein ordentlicher Platz in diesem Jahr. Es geht weiter und wir werden schon im Winter wieder angreifen."

Trainer Thomas Döde schaute zwei Tage später schon wieder nach vorn. "Ein ordentlicher Platz in diesem Jahr. Es geht weiter und wir werden schon im Winter wieder angreifen."

Zum Lernen war Tim Schäper nach Bochum gereist. Er hatte sowohl über 100m, als auch über 200m die Norm erreicht. Über 100m nahmen 56 Athleten den Kampf auf, Tim stand gleich im ersten Vorlauf. Mit 11,19 sec. lief er als Fünfter seines Laufes neue Bestzeit. Genau das war das Ziel. Nur knapp hatte der Groß Santersleber die nächste Runde der Zwischenläufe verfehlt.

Neue Bestzeit für Tim

Eine Bestzeit stand auch für die 200m auf dem Plan. 44 Athleten gingen hier an den Start. Bereits im ersten Vorlauf stand Tim auf Bahn 8 und man merkte ihm an, dass er sich etwas vorgenommen hat. Das zeigte Tim dann auch und er pulverisierte seine bisherige Bestzeit um eine halbe Sekunde.

Mit dieser Leistung stand Tim plötzlich im B-Finale dieser Titelkämpfe. Bei diesem Finallauf gelang es ihm, seine Vorlaufzeit zu bestätigen. In 22,47 sec. kam der HSC-Athlet hier auf Rang sechs. In der Gesamtrechnung dieser Meisterschaften steht für den Haldensleber Sprinter ein nie erwarteter 14. Platz.

Zwei neue Bestleistungen beim Wettkampfhöhepunkt des Jahres, das Erreichen des B-Finals und der 14. Platz bei den Deutschen Meisterschaften, das ist ein tolles Resultat, welches in dieser Form so nicht zu erwarten war. "Tim Schäper hat ein neues Level erreicht. Wir werden jetzt versuchen, das zu stabilisieren und werden nun hoffentlich die Elf-Sekunden-Grenze in den Griff bekommen. Tims Stärken werden aber wohl auf der langen Strecke liegen," freut sich Trainer Hartmut Baethge.

Nicht zu vergessen ist die erhebliche Unterstützung von Team-Arzt Dr. Christoph Rimasch und Physiotherapeutin Katrin Grellmann. Sie machten einen Start bei den Titelkämpfen möglich.