Vor 107 zahlenden Zuschauern musste sich der TSV Völpke im Kreisderby dem Haldensleber SC geschlagen geben. Die Leistung des Gastgebers ließ dabei viele Wünsche offen.

Völpke l Die Haldensleber Tore erzielten Clemens-Paul Berlin, Thomas Gießmann und Patrick Burger. Alle drei Akteure erzielten damit auch ihre ersten Saisontore.

Der sportliche Vergleich beider Mannschaften, in den letzten Jahren ob seiner sportlichen Brisanz oft zum Bördederby tituliert, verlief eher einseitig. Es wurde ein angenehm faires, aber - sportlich gesehen - eindeutig von den Gästen dominiertes Verbandsligaspiel um drei wichtige Punkte.

Das Haldensleber Trainergespann Zahn/Linzert forderte 14 "verbliebene" Akteure zu vollster Konzentration und hoher taktischer Disziplin auf, um den gut bespielbaren Völpker Rasen als Sieger zu verlassen. Der HSC begann tief und sicher stehend. Aus bekannten Gründen las sich die Abwehrreihe am Sonntag mit Daniel Helmecke, Tim Girke und Philipp Siebert. Davor agierten mit Marvin Mäde, Malte Kania und Marcel Helmecke drei zuverlässige Defensivkräfte, die nach Balleroberung sofort auf Angriff umschalteten.

Der Gastgeber bemühte sich über 90 Minuten vergebens, das Gästetor mit Kapitän Switala in Gefahr zu bringen. Nach einer Abtastphase leitete Tim Girke in der 15. Minute einen Konter seines Teams über die rechte Seite ein. Mäde und Berlin setzten sich dort gegen ihre Gegenspieler durch und Letzterer erzielte das 1:0 für die Gäste. Diese frühe Führung brachte zusätzliche Sicherheit in das Spiel der Blau-Gelben. Girke, der angeschlagen ins Spiel ging, bereitete auch das 2:0 vor. Sein raumöffnender Pass erreichte auf der linken Seite Thomas Gießmann, der die gesamte Völpker Abwehr umkurvte und zum 0:2 einnetzte. Wenige Minuten später wiederholte er diese technische Delikatesse, doch sein Querpass konnte vom fleißigen Burger nicht zum nächsten HSC-Treffer genutzt werden.

Der Gast spielte nun jenen Konterfußball, der die junge Truppe schon so manchen Punkt gewinnen ließ. Insbesondere Marcel Helmecke lief auf der linken Seite zur Hochform auf. Hinten ohne Fehl und Tadel, organisierte er nach vorn viele Offensivaktionen, die den Gegner oftmals in bedrohliche Situationen brachte. Der Pausenstand war sportlich gerecht. "Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und hätten mit ein wenig Glück zur Pause auch höher führen können", fasste Co-Trainer André Linzert die erste Halbzeit zusammen.

Die zweite Spielhälfte hatte ihre für den HSC schönste Szene nach genau einer Stunde. Gießmann war es, der seinen Gegenspieler auf der linken Seite austanzte und im Strafraum von diesem strafstoßreif zu Fall gebracht wurde. Mannschaftskamerad Burger verwandelte den folgenden Elfmeter sicher zum 0:3 für seine Farben.

Der Gastgeber steckte auch nach diesem Treffer nicht auf und bemühte sich um eine Resultatsverbesserung. Doch die sportlichen Mittel der von vielen Ausfällen geplagten Völpker sollten nicht ausreichen, um die Zahn/Linzert-Schützlinge in Bedrängnis zu bringen. Schiedsrichter Fettback war mit seinen Assistenten Dustin Leske und Michael Müller ein jederzeit souveräner Leiter einer angenehm fairen Partie.

Haldensleber SC: Switala - Daniel Helmecke, Mäde, Siebert, Mühlisch, Kania, Girke (75. Krüger), Berlin (75. Speck), Burger, Marcel Helmecke, Gießmann (68. Hampel).

TSV Völpke: Borgsdorf - Kassebaum, Becker (85. Mi. Ilsmann), Lorenz, Hartmann, Rokitta, Schellhase, Herzberg, Bree (68. Burchhardt), Barner (85. Grahn), Zober.

Tore: 0:1 Berlin (15.), 0:2 Gießmann (20.), 0:3 Burger (63. Strafstoß ).

Zuschauer: 107.

Schiedsrichter: Karsten Fettback - Dustin Leske, Michael Müller