Was für ein Auftritt! Mit einer famosen Mannschaftsleistung hat der FSV Barleben am Tag der Deutschen Einheit den Tabellenführer Grün-Weiß Piesteritz mit 5:0 (2:0) bezwungen. Es war der zweite Erfolg in Serie, aber der erste auf dem heimischen Anger.

Barleben l Bei besten äußeren Bedingungen sahen 219 Zuschauer eine sehr kurzweilige Partie. Bereits in den ersten Minuten suchten beide Mannschaften direkt den Weg zum Tor. Ein Schuss von Gästeakteur Andreas Thöner ging drüber (2.). Im Gegenzug fehlte Kalkutschke die Genauigkeit. Seine zweite Möglichkeit nutzte der Angreifer aber. Schön freigespielt von Danny Matthias ließ Barlebens Torgarantie dem gegnerischen Torwart keine Abwehrchance. Vom Innenpfosten prallte der Ball über die Linie (4.).

Beide Teams gönnten sich keine Pause. Hennecke (6./ vorbei), Neumann (7./Lenhard klärt) und Jersak (7./Latte) vergaben weitere Möglichkeiten. In der Folge bestimmten die Gastgeber mehr und mehr die Partie. Eine schöne Flanke von René Heckeroth, der diesmal als Rechtsverteidiger aufgeboten wurde, konnte Torsten Kühnast per Kopfball nicht veredeln (11.). Barleben ließ nun Chancen liegen. Keine fünf Minuten später bediente Matthias erneut Kalkutschke, doch wieder fehlten Zentimeter. Zwei Eckbälle von Marwin Potyka sorgten erneut für Torgefahr. Alexander Prinz scheiterte an Schlussmann Glaser, Hennecke an der mangelnden Präzision (22.).

Nach der turbulenten Anfangsphase nahmen die Spieler langsam den Fuß vom Gas. Barleben kontrollierte die Partie und bekam nach 38 Minuten den zweiten Treffer auf dem Silbertablett serviert. Ein haarsträubender Fehler von Kapitän Körnig brachte Kalkutschke in Position, der den Torwart ins Leere springen ließ und souverän einschob.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Barleber Konter nach einer gegnerischen Ecke. Über Hennecke und Kalkutschke wurde Heckeroth auf die Reise geschickt, doch sein Schuss ging knapp vorbei.

Nach einer Stunde war der erste Barleber Heimsieg in dieser Saison so gut wie perfekt. Eine Eingabe von Hennecke beförderte Philipp Schlüter ins eigene Tor. Es passte ins Bild. Symbolisch auch die folgenden Szenen. Nach einem Freistoß von Heckeroth ließ Glaser nach 79 Minuten den Ball vor die Füße des eingewechselten Hagedorn fallen, der die Einladung zum 4:0 dankend annahm. Auf der Gegenseite verschoss Oliver Hinkelmann einen fälligen Foulelfmeter (84.Lenhard an Neumann).

Den Schlusspunkt an diesem erinnerungswürdigen Nachmittag setzte Paul Schipke. Ebenfalls eingewechselt, schlenzte er den Ball aus 18 Metern in die lange Ecke. Der Tabellenführer wurde nicht geschlagen, sondern gedemütigt.

Torfolge: 1:0 Christopher Kalkutschke (4.), 2:0 Kalkutschke (38.), 3:0 Eigentor Philipp Schlüter (60.), 4:0 Thomas Hagedorn (79.), 5:0 Paul Schipke (89.).

Besonderes Vorkommnis: Oliver Hinkelmann (Piesteritz) verschießt Foulelfmeter (84.).

SR: Alrik Luther (Halle).