Das vorgezogene Punktspiel vom 16. Spieltag zwischen dem HSC und IMO Merseburg endete am Sonntag im SWH-Waldstadion torlos. Die knapp 100 Zuschauer sahen aber ein Remis der besseren Art, mit Chancen in Hülle und Fülle auf beiden Seiten. Die klareren Möglichkeiten lagen, besonders in der zweiten Halbzeit, auf Seiten des HSC.

Haldensleben l Das Spiel begann sehr temporeich. Die Gäste hatten ein kleines optisches Übergewicht. Der HSC versteckte sich keinesfalls und nahm munter am Spiel teil. Für den ersten Aufreger sorgte IMO Merseburg, als Switala das HSC-Tor verlassen hatte. Der Schuss von Merseburgs Schaaf (4.) wurde aber von Mäde auf der Linie geklärt.

Das Zahn-Team hatte in der Folge den Gästestrafraum entdeckt und so probierten es Mühlisch (8.) und Berlin (14.) per Volleyabnahme, die aber nichts einbrachte. Die Gäste versuchten weiter, das Spiel aufzuziehen, blieben aber meistens an der guten HSC-Defensive um Markstein, Siebert, den Helmecke-Brüdern oder am souveränen Keeper Switala hängen. Die beste Chance hatte Kanitz (24.) per Freistoß. Switala konnte den Ball nur prallen lassen, aber IMO brachte ihn nicht im Tor unter.

So ging es torlos in die Kabinen. Mit dem aktuellen Personalkader, der Trainer Zahn zur Verfügung steht, war dies sicherlich ein kleiner Teilerfolg.

Nach der Pause gibt es Großchancen

Im zweiten Abschnitt kam ein anderer HSC auf den Rasen zurück. Ab sofort wurde das Spiel munter und ereignisreich. Los ging es in der 55. Minute, als nach Mühlisch-Flanke Hasses Kopfball nur auf die Querlatte fiel. Das Spiel der Gäste wurde meistens mit langen Bällen in den Strafraum eröffnet, wo immer wieder Switala sicher zupackte. Die nächste HSC-Chance (65.) hatte der sehr agile und starke Mühlisch. Er nahm es gleich mit fünf IMO-Spielern auf, aber sein Schuss streifte knapp am Gehäuse vorbei. Dann sollten auf beiden Seiten die größten Chancen liegen gelassen werden. Beginnend in der 70. Minute, als Berlin einen Traumpass auf Gießmann spielte, der den Gästekeeper Bölke umspielte und allein vor dem leeren Tor stand. Doch der zurück geeilte Verteidiger Kresse wurde von Gießmann angeschossen und rettete somit sein Team.

Im Gegenzug eine fast identische Situation: Switala (72.) wurde ebenfalls umspielt, doch auch Merseburg traf das torwartlose Tor nicht, sondern Daniel Helmecke. Das gute, temporeiche Verbandliga-Punktspiel hatte noch eine große HSC-Torchance zu bieten. Wieder war es der starke Mühlisch, der allein zum Merseburger Tor unterwegs war und diesmal querspielte auf den völlig freien und mitgelaufenen Hasse (84.). Jener konnte sich die Ecke aussuchen, aber verzog. Das sollte der letzte Aufreger gewesen sein und ein gutes Spiel wurde vom ebenfalls souveränen Schiedsrichter Naujoks abgepfiffen.

Das Remis geht am Ende in Ordnung, obwohl auf Grund der zweiten Halbzeit die junge HSC-Truppe - mit einem Durchschnittsalter von 22,6 Jahren - auch den Sieg verdient gehabt hätte.

Spieler wie Cristovao, Kessler und Schiefer befinden sich wieder im Aufbautraining und lassen für die kommenden Aufgaben den HSC-Kader hoffentlich wieder etwas breiter aufgestellt aussehen. In der kommenden Woche werden der am Sonntag noch gesperrte Tim Girke und Stefan Kotulla wieder zum HSC Team gehören.

HSC: Switala - Mäde, D.Helmecke, Siebert, Markstein, M.Helmecke - Strauß (60.Gießmann), Krüger (39.Hasse), Burger (68.Hampel), Berlin - Mühlisch

Tore: Fehlanzeige, Zuschauer: 94