Der Haldensleber SC hat am Sonntag im heimischen Waldstadion den Favoriten aus Halle-Ammendorf mit 2:1 besiegt. Die Mannschaft von Roland Zahn unterstrich damit ihre Heimstärke, taktische Disziplin und kämpferischen Einsatz.

Haldensleben l Am Ende hatte der HSC gegenüber den Gästen aus Halle einen Stefan Kotulla, der zweimal blitzsauber ins Eckige traf, und einen bärenstarken Florian Switala, der am Schluss den Heimsieg festhielt.

Das Spiel begann in den ersten zehn Minuten sehr behutsam von beiden Mannschaften, doch die spielstarken Gäste hatten optisch mehr Überlegenheit, ohne sich aber zwingende Möglichkeiten heraus zuspielen. Der HSC zeigte über Flügelflitzer Eric Strauß einige gute Aktionen. Oftmals verpasste er es aber, den finalen Pass zu spielen.

Sehenswerte Führung

Dann hatten die beiden HSC-Akteure Thomas Gießmann und Stefan Kotulla ihren großen Auftritt. Beim ersten nennenswerten Angriff der Gastgeber über die linke Seite trickste Kotulla seinen Gegenspieler mit einem Hackentrick aus und spielte mit Gießmann doppelten Doppelpass. Jener bedankte sich mit einer schönen Hereingabe und Kotulla (26.) ließ Pultke im Ammendorfer Tor keine Chance. Riesen Jubel auf Seiten des HSC und beeindruckte Gäste waren das Resultat, die nur noch durch Klarner zu einer guten Möglichkeit kamen. Seinen Schuss (39.) aus 25 Metern parierte Switala glänzend und unterstrich seine bis hierhin fehlerfreie Leistung. Dann pfiff Schiedsrichter Warnecke zum Pausentee. Als Fazit zur ersten Halbzeit stand eine gute HSC-Defensive, ein bitzsauberer Moment im Angriff und einfach zu unentschlossene Gäste aus Halle, die ihre wenigen Chancen nicht verwerten konnten.

Nach dem Seitenwechsel folgte gleich der erste große Aufreger. Rene Hasse (49.) wurde perfekt freigespielt und hatte freie Bahn zum Gästetor. Doch sein Schuss ging einen Meter über das Gehäuse und verwehrte dem HSC somit die Vorentscheidung. Von nun an entwickelte sich eine rassige Verbandsligapartie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Die nächste Großchance (60.) hatte Halle. Switala war geschlagen, doch der Ball prallte nur gegen den Innenpfosten und anschließend auf der Torlinie entlang, wo der HSC-Keeper ihn unter sich begrub. Nach dieser großen Möglichkeit blieb dem HSC nicht viel Zeit zum Luft holen, denn nur drei Minuten später war es Zern (63.), der aus halbrechter Position schoss und Switala diesmal keine Abwehrchance ließ.

Die Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch, denn beide Teams spielten jetzt auf Sieg. HSC-Trainer Zahn schickte nun Tim Girke aus der Abwehr ins offensive Mittelfeld, um mehr Druck auszuüben. Er bediente auf der rechten Seite Gießmann. Sein starkes Dribbling endete mit einer punktgenauen Hereingabe auf den im Strafraum freien Hasse (70.). Doch der HSC-Stürmer verlor die Kontrolle über den Ball und schob diesen nicht ins freie Tor. Auch Halle hatte reichlich gute Chancen. Zorn (79.) prüfte erneut Switala, der wieder eine Glanzparade auspackte.

Nun folgte die Zeit zum Jubeln, Hasse bediente auf der rechten Seite den mitgelaufenen Kotulla (84.), der den Pass per Direktabnahme nahm und mit seinem zweiten Tor des Tages ins lange Eck zur 2:1-Führung für sein Team traf. Von nun an hieß es, Beton anrühren.

Wütende Hallenser Angriffe folgten, um wenigstens einen Punkt aus Haldensleben zu entführen, doch Switala parierte zweimal überragend gegen die Schüsse von Zern (89.) sowie Klarner (92.) und besiegelte somit einen vollen Punktgewinn.

Zahn: Mannschaft hat Matchplan umgesetzt

Roland Zahn sagte nach dem Abpfiff: "Meine Mannschaft hat heute alle taktischen Vorgaben erfüllt und den vorher besprochenen Matchplan zu 100 Prozent umgesetzt. Somit nehmen wir den vollen Punktgewinn als Zubrot, denn vor der Partie wären wir mit einem Punktgewinn mehr als zufrieden gewesen. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf meine Mannschaft."

HSC: Switala- Mäde, D.Helmecke, Kotulla, T.Girke, Markstein - Mühlisch, Gießmann (90. Siebert), Burger, Strauß (55. Berlin) - Hasse.

Torfolge: 1:0 Stefan Kotulla (26.), 1:1 Robin Zern (63.), 2:1 Kotulla (84.).

SR: Warnecke.

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