Mit Blau-Weiß Neuenhofe und dem SV Groß Santersleben sind seit dieser Saison zwei Regionsvertreter in der Fußball-Landesklasse, Staffel II aktiv. Nach elf Spieltagen liegen beide Teams im gesicherten Mittelfeld. Eine erste Zwischenbilanz.

Landkreis l Nach dem Wechsel aus der Staffel I (Neuenhofe) und dem Aufstieg aus der Kreisoberliga (Groß Santersleben) sind beide Mannschaften in der neuen Spielklasse angekommen.

Das war gut: "Ich bin mit der aktuellen Punktezahl, die wir als Aufsteiger geholt haben, zufrieden. Mit dem generellen Saisonverlauf aber nicht", so das zweigeteilte Zwischenfazit von Groß Santerslebens Trainer Fritz Ledderboge. Mit bislang 18 Punkten steht der Neuling auf Platz sechs - und damit über den Erwartungen. Besonders zu Beginn der neuen Spielzeit zeigte Santos, dass es die Umstellung auf die Landesklasse ohne größere Probleme bewältigte. Der positive Saisonstart tat dabei sein übriges. In den ersten sechs Spielen feierte die Ledderboge-Elf vier Siege und zwei Unentschieden. Doch nicht nur auf dem Punktezettel stimmt die Ausbeute, sondern auch im Auftreten.

"Mir gefällt, dass wir selbst als Aufsteiger versuchen, die Dinge spielerisch zu lösen"

Fritz Ledderboge

"Mir gefällt, dass wir selbst als Aufsteiger versuchen, die Dinge spielerisch zu lösen. Wir sind in unserem Spiel daher sehr variabel und schwer für den Gegner auszurechnen", erklärte der Chef weiter. Die Heimstärke aus dem Aufstiegsjahr hat die Mannschaft ebenfalls mitgenommen. Vor den eigenen Fans ist das Team noch ungeschlagen, und feierte in fünf Heimspielen drei Siege und zwei Remis.

"Wir fühlen uns wohl in der Landesklasse, Staffel II, weil wir nicht mehr so viel fahren müssen. Fußballerisch ist jedes Spiel eine Herausforderung, weil eigentlich jeder jeden schlagen kann", sagt Neuenhofes Trainer Fabian Lenkeit. Bisher löste seine Mannschaft die Aufgabe gut. 17 Punkte aus elf Spielen bedeuten Rang acht. "Nach den beiden Niederlagen gegen Olvenstedt (1:2) und Zukunft (1:4) haben wir einen kleinen Lauf gestartet", blickt Lenkeit zurück. Sein Team blieb sechs Spiele lang ungeschlagen, holte 14 von 18 möglichen Punkten.

"Da haben wir gesehen, dass diese Landesklassen-Staffel machbar für uns ist. Wir sind im Rahmen, was die Punkte betrifft."

Das muss besser werden:Groß Santersleben zählt mit 25 Toren zwar zu den Offensivstärksten, doch für die vielen Großchancen ist das zu wenig. Zugleich leistete sich die Abwehr einige "individuelle Fehler" und brachte sich so um den Lohn. Auch an der Auswärtsschwäche muss gearbeitet werden. Auf gegnerischem Geläuf gab es bislang sieben Zähler - das ist nur Mittelmaß. Apropos Geläuf, damit hat Groß Santersleben auch seine Sorgen. "Ich möchte es jetzt nicht Angst nennen, aber wir müssen die Scheu vor dem Kunstrasen schnell ablegen", sagte Ledderboge.

"Die Ergebnisse, die wir zuletzt an den Tag gelegt haben, kommen nicht von ungefähr. Ich brauche mehr Leute, auch unter der Woche. Wir müssen jetzt richtig knabbern", sagt Fabian Lenkeit. Dem 1:3 gegen Güsen folgte eine 1:4-Niederlage gegen Kleinmühlingen. In beiden Spielen stand die Defensive, sonst das Aushängeschild der Neuenhofer Mannschaft, nicht gut. Personell gebeutelt geht es auch in die nächsten Spiele.

"Die Ergebnisse, die wir zuletzt an den Tag gelegt haben, kommen nicht von ungefähr"

Fabian Lenkeit

So geht es weiter: Am Sonnabend empfängt Groß Santersleben den Tabellenzweiten Germania Olvenstedt. Mit einem Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten könnte die zuletzt etwas negative Bilanz aufgebessert werden und das Selbstvertrauen wäre wieder da. Trainer Ledderboge kann dabei wieder auf die Dienste von Stürmer Tobias Herrmann und Felix Richard setzen.

Aus den verbleibenden fünf Spielen bis zum Jahreswechsel möchte Fabian Lenkeit noch sechs Punkte holen. Neuenhofe muss allerdings noch viermal auswärts antreten, am Sonnabend auf Kunstrasen bei Fortuna Magdeburg II (11.30 Uhr). "Mit 23 Punkten wären wir im Soll", so der Coach.