Der Haldensleber SC hat sich im Sonntagsspiel der Verbandsliga beim 1. FC Lok Stendal ein 1:1 (0:0) erkämpft. Aufgrund der Punktteilung rutscht der HSC auf den sechsten Platz ab. Für Stendal geht es ebenfalls leicht abwärts. Die Altmärker stehen jetzt auf den zehnten Platz.

Haldensleben (hwk/mke) l An ehrwürdiger Stelle - dem Stendaler Hölzchen - köpfte Stefan Kotulla den Gast nach 61 Minuten in Führung. Zehn Minuten später stellte Andreas Sommermeyer den Endstand her.

Peter Güssau lobte nach dem Spiel die taktische Disziplin sowie die Raumaufteilung der Gäste. Der ehemalige altmärkische Fußballer der Extraklasse wies damit auf zwei wesentliche Elemente des HSC-Spiels hin, die durch das geschlossene Auftreten der Zahn/Linzert-Schützlinge zum sportlichen Erfolg führten.

Angeführt von Patrick Burger und Clemens Berlin standen die Gäste zunächst sehr tief und sicher. Gemeinsam mit Kapitän Florian Switala, den beiden Helmecke-Brüdern und Marvin Mäde sowie Philipp Siebert war die Defensivabteilung der sportliche Garant für den Erfolg. "Ich registriere mit Stolz und Zuversicht, welch positive Entwicklung insbesondere Philipp Siebert, der letztes Jahr noch in der Kreisliga kickte, genommen hat," betonte HSC-Trainer Zahn.

Auf einem sehr holprigen Spieluntergrund fanden beide Teams nur selten zu kontrollierten Offensivaktionen. Die Fehlpass-Statistik beider Mannschaften erwies sich als deutlich zu hoch. Dennoch gab es für den HSC durch Kotulla und Berlin zwei Möglichkeiten zum Führungstreffer, die aber ungenutzt blieben. Der torlose Pausenstand war daher leistungsrecht.

Die zweite Spielhälfte begann mit einem Direktschuss des 1. FC Lok von der Strafraumgrenze, den Switala im Tor aber entschärfte. Wenige Minuten später gab es einen Eckball für die Rolandstädter. Als die Stendaler diesen zunächst abwehrten, kam HSC-Spieler Thomas Gießmann an den Ball. Noch im Strafraum flankte er auf den Kopf von Kotulla. Dieser ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Dass die Führung nur zehn Minuten Bestand hatte, lag auch an der verloren gegangenen Grundordnung im Spiel des HSC.

Zahn lobt Einstellung

Mit Berlin, Kotulla und Gießmann gab es mittlerweile drei angeschlagene Akteure. Die Hausherren erhöhten daraufhin gewaltig den Druck und kamen vermehrt zu Chancen. In dieser Drang-Phase erzielten sie durch Andreas Sommermeyer in der 71. Spielminute den Ausgleich. Beim Gäste-Team schwanden die Kräfte, aber mit viel Einsatz, Kampfeswillen und etwas Glück überstanden sie den stärksten Spielabschnitt der Lok aus Stendal.

HSC-Trainer Roland Zahn stellte nach dem Spiel fest: "Wir können mit dem Punkt leben. Jeder unserer Spieler hat mit seiner individuellen Leistung zu diesem Erfolg beigetragen. Eine tolle Moral. Nicht Personalien entscheiden über Sieg und Niederlage, sondern die Einstellung zum Spiel. Das ist Mannschaftssport."

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Erdmann, Gross, Gebauer, Instenberg, Schubert (82. Sikulskyi), Nellessen, Kühn, Sommermeyer, Breda (53. Buschke), Grempler.

HSC: Switala - Mäde, D. Helmecke (76. Strauß), Siebert, Burger, M. Helmecke, Mühlisch, Berlin (86. Speck), Gießmann (90. Krüger), Kotulla, Hasse.

Torfolge: 0:1 Kotulla (61.), 1:1 Sommermeyer (71.).

Zuschauer: 312