Der SV Langenweddingen hat am Sonnabend auch das letzte Punktspiel in diesem Jahr gegen den SV Germania Borne mit 34:23 (17:8) gewonnen. Die Sülzetaler überwintern damit in der Sachsen-Anhalt-Liga auf Platz eins.

Langenweddingen (sku) l Der amtierende Landesmeister krönte mit dem Abschlusserfolg ein tolles Handballjahr und wurde nach dem Spiel verdientermaßen unter großem Beifall verabschiedet. Bereits vor dem Anwurf war eine gemütliche Atmosphäre in der Langenweddinger Sporthalle "Am Heßberg" zu spüren, bei der Vorstellung beider Mannschaften lief gleichzeitig der Weihnachtsmann mit auf. Dieser hatte auch tatsächlich einen gefüllten Sack mitgebracht, der im Vorfeld von der 1. Männermannschaft gefüllt, und vor dem Spielbeginn an die Fans verteilt wurde.

Mit dem Geschenke verteilen, ging es dann auch erst einmal weiter. Zwar gelang Tobias Deutscher das schnelle 1:0, doch Borne blieb zunächst dran. Immer wieder spielten sie ihre Angriffe lange aus und nutzten leichte Fehler beim Gastgeber. Die Gäste legten nun selber zum 2:1 und 3:2 vor, der SVL hingegen ging fahrlässig mit seinen Chancen um.

Angefeuert vom eigenen Publikum nahmen die Hausherren anschließend mehr Fahrt auf. Torhüter Matthias Krüger war mit einigen Paraden ein sicherer Rückhalt und seine Vorderleute verschärften das eigene Tempospiel. Carlo Bzdok, Ricardo Schult und der Ex-Germane Jörg Friedrich drehten die Begegnung und erhöhten zum 6:3.

Kurz darauf traf Sebastian Schneider erst vom Strafwurfpunkt und danach aus dem Rückraum zum 8:3. Die Gäste waren nun zu einer frühen Auszeit gezwungen. Die kurze Pause hatte aber nur bedingt Erfolg, denn die Mannschaft von Trainer Markus Deinert war weiter spielbestimmend. Der eingewechselte Matthias Knorr, Kapitän Tim Heine und Tobias Deutscher waren zum 12:5 erfolgreich, doch Borne verhinderte mit dem 8:13 einen größeren Rückstand.

Der SVL zog daraufhin das Tempo nochmals an, mit starker Defensivarbeit und mehreren Paraden des eingewechselten Mark Illig lief ein Angriff nach dem nächsten auf das Germanen-Tor. Jörg Friedrich, Matthias Knorr, Tobias Deutscher und Ricardo Schult sorgten mit dem 17:8 für einen beruhigenden Pausenvorsprung.

Auch nach dem Wechsel änderte sich an dem Spielverlauf nicht viel, SVL-Trainer Deinert konnte all seinen Akteuren genügend Einsatzzeiten geben. Einzig Matthias Scheller wurde aus gesundheitlichen Gründen geschont. Sein Einsatz war aber auch nicht von Nöten, denn Carlo Bzdok, Christian Stark und Matthias Knorr verwalteten mit ihren Treffern zum 18:9, 20:11 und 22:14 den Vorsprung. Auch der zweite ehemalige Germane, Falk Hohmann, beteiligte sich am Torerfolg. Zusammen mit Tim Heine und Christian Stark gelang beim 27:17 die erste Zehn-Tore-Führung.

Als dann bei eigener Auszeit die Niederlage des HSV Magdeburg beim HSV Haldensleben verkündet wurde, war der Jubel auf den Rängen, aber auch die Freude auf dem Spielfeld besonders groß. Ab diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Sülzetaler die Tabellenspitze verteidigen würden. In den Schlussminuten wurde dann das ein oder andere ausprobiert, einiges ging dabei auch schief, doch mit einer tollen Defensiv-Leistung von Tim Heine und seinen Nebenleuten blieb der Vorsprung über 29:19 konstant.

Nur das 30. Tor wollte nicht so recht fallen. Schließlich war es der auf das Spielfeld zurückgewechselte Tobias Deutscher, der seine Mitspieler, aber auch die Fans erlöste und zum 30:21 traf. Sebastian Schneider, Christian Stark, Matthias Knorr und Ricardo Schult sorgten schließlich für den 34:23-Endstand. Das Ergebnis hätte aber auch noch deutlicher ausfallen können. Dennoch waren nach Spielende alle zufrieden und freuen sich nun auf das neue Jahr. Zuvor steht noch am Sonnabend das Achtelfinale im HVSA-Landespokal an, bei dem es zum Verbandsligisten HSG Osterburg geht. Die Partie sollte schon längst gespielt sein, doch zum damaligen Zeitpunkt stand keine spielfähige SVL-Mannschaft zur Verfügung.

SV Langenweddingen: Krüger, Illig - Bzdok (3 Tore), Stark (3), Schult (7), Schneider (5), Scheller, Knorr (5), Hohmann (1), Friedrich (3), Deutscher, (5), Heine (2).