Der SV Lok Oschersleben hat in der Verbandsliga gegen TuS Magdeburg-Neustadt mit 34:29 (18:17) gewonnen. Der wichtigste Treffer fiel in dreifacher Unterzahl.

Oschersleben l Als sich kurz nach dem Abpfiff Spieler, Betreuer und Fans jubelnd in die Arme fielen, waren spannende 60 Minuten mit dem SV Lok Oschersleben gerade zu Ende gegangen. Mit 34:29 (18:17) setzte sich der Gastgeber gegen den stark aufspielenden TuS Magdeburg-Neustadt durch.

Ohne lange abzuwarten spielten beide Mannschaften von Beginn an einen druckvollen Angriff. Zunächst hatten die Hausherren leichte Vorteile, gingen nach nur wenigen Minuten mit 3:1 in Führung. Danach kamen die Gäste aber besser ins Spiel. Die Abwehr stand zunehmend stabiler und im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt. Der SV Lok war daher immer mit ein bis zwei Toren im Rückstand. Das änderte sich erst ab der 21. Minute, als Daniel Bentsch zur 14:13-Führung einnetzte. Mit einem energischen Zwischenspurt zum Ende der ersten Halbzeit gelang es den Hausherren, die Partie wieder an sich zu reißen und mit einem knappen 18:17 in die Pause zu gehen.

Mit dem Wiederanpfiff gingen die Gäste sofort durch zwei schnelle Treffer mit 19:18 in Front. Der SV Lok Oschersleben hielt dagegen und agierte mit viel Einsatz und großer Leidenschaft. Selbst als das Team in der 38. Minute mit nur drei Feldspielern auf der Platte stand, und zusätzlich noch auf beide Torhüter verzichten musste (Philipps kurz zuvor verletzt, Günther 2-Minuten-Strafe), verteidigten die Hausherren die Führung. Die Landeshauptstädter verlangten der Heim-Mannschaft alles ab. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Handball-Krimi, bei dem sich beide Teams nichts schenkten. Es kam zu einem regelrechten Schlagabtausch, bei dem der SV Lok die Führung immer knapp behauptete. Dann kam vielleicht der Knackpunkt des Spiels, es lief die 46. Minute. Der Gastgeber musste erneut drei Zeitstrafen am Stück verkraften. Die schwierige Situation wurde aber hervorragend gelöst und Florian Rudolph erzielte trotz dreifacher Unterzahl einen Treffer, was der Mannschaft moralisch einen enormen Auftrieb gab.

Das Spiel kam nun dem Ende entgegen, über die Stationen 28:26, 30:27 und 32:28 fiel die Entscheidung. Die Gäste versuchten zum Schluss alles, doch der Rückstand war zu groß. So blieb es bei dem vielumjubelten und aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdienten Sieg des Gastgebers.

SV Lok Oschersleben: Philipps, Günther - Fritsche, Rudolph (4 Tore), König (4), Müller (2), Wesemeier (6), D. Fischer, T. Fischer (10), Bentsch (6), Schwarz (1), Rabe (1).

Siebenmeter: 8/5 Zeitstrafen: 11 Rote Karte: 1