Groß Santersleben (sku) l Sechster Spieltag, 20. September 2014: Der SV Groß Santersleben empfängt den TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens. 39. Minute, 1:0 für Santos durch Tobias Herrmann. Kurz nach der Pause gleicht der TSV aus, wenig später trifft Herrmann erneut. Der Sieg scheint zum Greifen nah, und dann fällt in der 75. Minute doch noch der Ausgleich. Am Ende heißt es 2:2 und Aufsteiger Groß Santersleben bleibt auch nach dem sechsten Spieltag Spitzenreiter der Landesklasse, Staffel 2.

"Das war ein Start, der uns sehr überrascht hat. Wir haben damals gegen eine absolute Spitzen-Mannschaft, die auch jetzt noch mit vorn dabei ist, 2:2 gespielt und das war ein hochverdientes Unentschieden. Nach dem Spiel kamen die Spieler und Betreuer von Kleinmühlingen zu uns und sagten `ihr seid ja eine richtig starke Truppe`", sagt Groß Santerslebens Trainer Fritz Ledderboge rückblickend. Es war zugleich der Höhepunkt einer bis zur Winterpause doch wechselvollen Halbserie.

Danach blieben die Ergebnisse aus, schnell ging es von Platz eins runter ins Mittelfeld. Besonders bei den Auswärtsspielen zeigte sich deutlich, dass Santos der Neuling war, die Anderen waren einfach cleverer. "Danach ging es wirklich steil bergab. Wir haben aus den nächsten acht Spielen nur acht Punkte geholt. Es war die Phase, wo bei uns nicht mehr die Konstanz vorhanden war. Wir mussten den einen oder anderen ersetzen und da macht sich unser dünner Kader stark bemerkbar", erklärt Ledderboge und ergänzt: "Man muss auch dazu sagen, dass wir dann gegen die starken Mannschaften gespielt haben."

Der Abwärtstrend ging zwar nicht spurlos an den Spielern vorbei, doch die Stimmung innerhalb des Teams war weiter in Ordnung. Vielmehr entwickelte sich eine Haltung, dass man die neue Situation annehmen wolle: "Wenn man erfolgreich ist, dann ist das eine ganz andere Ausgangsposition, als wenn es dann mal nicht so läuft. Insgesamt glaube ich, dass die Mannschaft die Herausforderung angenommen hat und ich hoffe, dass sie das in der Vorbereitung auf die zweite Halbserie noch deutlicher zeigen wird." Während des Trainings liegt das Augenmerk besonders auf der Abwehr, das taktische Niveau muss ebenfalls verbessert werden. "Die Schwächen zeigen sich eindeutig im Abwehrverhalten. Da machen wir ganz einfach zu viele individuelle Fehler, die dem Gegner leichte Tore ermöglichen. Und auch im gesamttaktischen Verhalten müssen wir uns steigern. Hier zeigt sich, dass solche Fehler in der Landesklasse rigoroser ausgenutzt werden, als in der Kreisoberliga."

Während es an einigen Stellen noch hapert, haben andere an die Leistungen aus der Vorsaison ohne Probleme angeknüpft. "Da möchte ich auf jedenfall Tobias Herrmann nennen, der nach drei Jahren in der Kreisoberliga auch in der Landesklasse hervorragende Leistungen bringt", so Ledderboge. Mit 19 Treffern ist Herrmann Spitzenreiter der Torjägerliste. Für ihn persönlich ein toller Erfolg, aber sicher auch für Aufsteiger Groß Santersleben.