Mit schlechten Voraussetzungen aufgebrochen, mit einem top Ergebnis heimgekehrt. Langenweddingens Handballer blicken zufrieden auf das Auswärtsspiel bei der SG Seehausen zurück.

Seehausen l Kurz vor der Abfahrt in die Altmark gab es für SVL-Trainer Markus Deinert eine bittere Pille zu schlucken: Matthias Scheller und Mathias Knorr vergrößerten den Kreis jener Spieler, auf die er verzichten musste.

Um diese personelle Schwächung aufzufangen, war Kampfgeist gefragt. Hinten wurde enorm aufmerksam verteidigt und wirklich um jeden Ball gekämpft, so dass Seehausen in den Anfangsminuten völlig chancenlos war. Carlo Bzdok machte einen super Job auf der Deckungsspitze, den Rest organisierte Kapitän Tim Heine. Und dann war da noch Matthias Krüger im Langenweddinger Tor, der sich mehrmals auszeichnete.

Beim 2:12 ist das Spiel praktisch entschieden

Die Gäste konterten, spielten ihren Positionsangriff souverän aus und über Falk Hohmann und Jörg Friedrich kam auch genügend Gefahr aus dem Rückraum. Auch eine schnelle Auszeit auf Gastgeberseite beim 1:5 brachte keine erfolgreichen Impulse. Im Gegenteil, der SVL ließ nicht locker und enteilte auf 2:12. Eigentlich war die Partie hier bereits entschieden, denn Seehausen produzierte zu viele Fehler.

Beim SVL hingegen klappte vieles. Das muntere Torewerfen ging weiter, der Vorsprung wurde aber nur noch verteidigt. Dennoch kam nie ein Zweifel an der Überlegenheit auf. Über 5:14 und 7:15 ging es schließlich mit einer schon beruhigenden 8:17 Führung in die Pause. SVL-Trainer Markus Deinert mahnte seine Jungs nicht nachzulassen, schließlich war es auch ein Kampf mit der Kraft und der Uhr.

Hinten wurde aufmerksam verteidigt und Matthias Krüger konnte seine gute Leistung bestätigen. Leider wurde nun im Torabschluss ein wenig nachgelassen. Im Gefühl der sicheren Führung leisteten die Bördehandballer sich nun viele Fehler. Dennoch blieb der Vorsprung über 12:20 und 15:25 konstant. Alle Spieler beteiligten sich am erfolgreichen Spiel und trugen sich auch in die Torschützenliste ein. Die Abschlussquote wurde aber immer schwächer - zum Glück von der SGS nicht bestraft.

Der SVL spielte die Zeit locker herunter, konnte sich die eigenen Fehler aber auch leisten, denn das Spiel war längst entschieden. Dementsprechend emotionslos verlief der zweite Durchgang. Der SVL steuerte schließlich einem verdienten und nie gefährdeten 26:18-Erfolg entgegen, der so nicht zu erwarten war, am Ende aber sogar noch deutlicher hätte ausfallen müssen.

Am Samstag empfängt die Deinert-Sieben, dann wieder in eigener Halle, den Landsberger HV. Da wird aber eine Leistungssteigerung von Nöten sein, schließlich will man sich für die erlittene Hinspielniederlage revanchieren, gleichzeitig hofft man aber auch, dass dann der ein oder andere Aktive wieder zur Verfügung stehen wird.

SV Langenweddingen: M. Krüger, M. Illig - C. Bzdok (2 Tore), C. Stark (1), R. Schult (3), F. Hohmann (6), J. Friedrich (6), T. Deutscher (7), T. Heine (1).