Hötensleben (hjs) l Leider gelang es dem SV Hötensleben auch im Spiel am Sonnabend nicht, den angestrebten Punkt aus Westerhausen mitzunehmen. Am Ende stand eine 2:4-(2:3)-Niederlage.

Dabei hätten die Voraussetzungen nach dem Spielverlauf nicht besser sein können. In der ersten Viertelstunde der Begegnung zeigten die Gäste auf dem aufgeweichten und schwer bespielbaren Boden eine konzentrierte und ansprechende Leistung, die man sich für die gesamte Partie gewünscht hätte. Bereits nach drei Minuten wurde beim SVH durch ein schönes Zuspiel Kevin Riedl in Szene gesetzt, der nach einem Solo den Ball von der Torauslinie in den Strafraum passte, so dass Stefan Ringling wenig Mühe hatte, das 1:0 zu erzielen.

Zehn Minuten später eine ähnliche Situation bei den Gästen. Kevin Riedl zog unwiderstehlich auf der Außenbahn in Richtung Tor und legte den Ball gekonnt auf Dustin Kremling ab, der im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tobias Kittel sicher zum 2:0.

Diese Führung hätte den Schwarz-Gelben eigentlich die erforderliche Sicherheit geben müssen, aber dem war nicht so. Im Gegenteil, die Gäste zogen sich unverständlicher Weise in ihre Hälfte zurück und überließen den Gastgebern das Zepter. Dieses Angebot nahmen die Vorharzer natürlich dankend an. Mit meist langen Bällen operierend und einer körperbetonten Spielweise verschafften sie sich klare Feldvorteile. Dabei kam ihnen entgegen, dass beim SVH nicht nur das Defensivverhalten mangelhaft war, sondern auch die Zuordnung in Mittelfeld und Abwehr fehlte. Unzulänglichkeiten im Spielaufbau taten ein übriges. Damit lud man die Gastgeber geradezu zum Toreschießen ein. Diese ließen sich nicht zweimal bitten und brachten die Bördekicker das ein ums andere Mal in arge Schwierigkeiten. So machten Kittke in der 16. Minute per Kopfball und in der 37. Minute aus stark abseitsverdächtiger Position, sowie Panterod in der 38. Minute aus dem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der SVH ein anderes Gesicht. Mit Entschlossenheit und Einsatzbereitschaft wurde auch wieder ansprechender Fußball gespielt. Die größeren Spielanteile lagen jetzt bei den Gästen und auch Tormöglichkeiten wurden herausgespielt. So fiel in der 53. Minute folgerichtig durch Paul Künne mit einem platzierten Treffer ins lange Eck der Ausgleich. Da jedoch sein Mitspieler Dustin Kremling unnötigerweise aktiv zum Ball ging, entschied der Linienrichter auf Abseits. Ab der 63. Minute spielten die Gäste in Unterzahl. Nach einen Zweikampf an der Seitenlinie zwischen Alexander Thielecke und seinem Gegenspieler kam dieser zu Fall. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiterspielen. Nach einem Hinweis des Schiedsrichterassistenten unterbrach er aber das Spiel und zeigte dem SVH-Spieler die Rote Karte (Nachtreten).

Als der SVH in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn warf, wurde er in Überzahl vom Gastgeber in der 84. Minute zum 4:2 ausgekontert.

Hötensleben: Schaak (46. Koch) - Doerge, Peine, Zacher, Rzehaczek, Riedl, Thielecke, Ringling (46. Winkler), Kremling, Rudloff (46. Künne), Kittel.

Torfolge: 0:1 Ringling (3.), 0:2 Kittel (12.), 1:2 Kittke (16.), 2:2 Kittke (37.), 3:2 Panterod (38.), 4:2 Weber (84.).

SR: Tim Kohnrt (Ballenstedt). Z: 80.