Oschersleben (sbr) l Ernst, aber nicht bedrohlich ist die Lage für den Oscherslebener SC vor dem 23. Spieltag in der Verbandsliga, an dem es heute um 14 Uhr gegen Romonta Amsdorf geht.

Die zu Saisonbeginn neuformierte Mannschaft um Trainer Mirko Sauerbach ist Tabellenzwölfter und hat zwölf Punkte mehr auf dem Konto als der TSV Völpke auf dem ersten Abstiegsrang. Gedanken um den Klassenerhalt muss sich in Oschersleben also eigentlich niemand machen. Das ist einerseits schön, andererseits könnte darin auch ein Problem der Sauerbach-Elf liegen, denn nach oben und unten geht relativ wenig. Zuletzt gab es eine 2:0-Pleite in Haldensleben. Fehlt die Motivation?

Fakt ist, aus den letzten zehn Begegnungen holten die Bodestädter nur magere fünf Punkte. In der Hinrunde standen nach 15 Spielen 20 Zähler zu Buche, in der Rückrunde sind es jetzt aus fünf Spielen drei. Kritisch sieht das auch Sauerbach: "Ich will nichts schönreden. Wir machen im Moment eine kleine Talfahrt. Von den Nachholspielen zu reden, die wir noch offen haben, macht keinen Sinn. Es wird jetzt einfach Zeit, Punkte zu holen. Das Spiel gegen Amsdorf ist für mich ein Sechs-Punkte-Spiel."

Bereits zu Saisonbeginn hatte der Coach immer wieder darauf hingewiesen, dass die Entwicklung des Teams Zeit benötigt. Aber gibt es noch eine Entwicklung? "Das kann man ja nur positiv beantworten. Ich sehe definitiv eine Entwicklung, denn ich sehe auch, wer das Zeug dazu hat, in der Verbandsliga zu spielen, wer es will und wer nicht. Das bringt so eine Saison so mit sich. Die Jungs können sich jetzt nur selbst aus diesem Tief holen", fordert Sauerbach von seinem Team eine Reaktion auf dem Platz. Sollte es heute wieder eine Niederlage geben, dann würde auch Gegner Romonta Amsdorf an den Oscherslebern in der Tabelle vorbeiziehen. Schiedsrichter: Falk Warnecke - Tim Kohnert, David Kawitzke