In Fortsetzung des Hinspiels gewann Hadmersleben auch in Wulferstedt verdient. Dass sich beide Mannschaften sehr gut kennen, nutzte wieder nur der TSV zu seinem Vorteil aus. Als nicht unbedingt bessere, aber abgeklärtere Mannschaft neutralisierte Hadmersleben jegliche Gefahr der Hausherren, stellte Wulferstedt quasi auf eigenem Platz kalt.

Wulferstedt l Dabei brachte Hadmersleben eigentlich die größeren Sorgen mit an den Start. Spieler wie Manegold, Räke, Graul und Darius fielen dem geschulten Insider-Auge als Ausfälle auf. Dafür wurde Routinier Marco Wöhlert zur spielentscheidenden Figur.

Gleich zu Beginn des Spielfilms war Hadmersleben selbstbewusst und rollensicher. Durch einen satten Hinz-Schuss wurde Mantke sofort geprüft (1.). Es blieb vorerst bei Fernschüssen beider Mannschaften, wobei die der Gäste gefährlicher waren. Der straffe Dropkick von Gammisch aus dem Hinterhalt war nicht einfach zu halten (21.). Die daraus folgende Ecke führte zum 0:1. Wulferstedt bekam den ersten Ball nicht weg, beim zweiten Versuch rettete Mantke noch ganz stark auf der Torlinie, doch Wöhlert stand richtig und hatte keine Mühe einzunetzen (22.).

Aufregend war dann gleich die Szene, die zum Ausgleich hätte führen können: Stadler ließ Torhüter Behrens aussteigen, schob den Ball weiter Richtung leeres Tor, Benjamin Rode lief zum Ball, wurde noch vorm Einschießen am Bein getroffen, kam aus dem Takt, fiel aber nicht. Kein Pfiff, kein Tor, weiter ging´s (24.). Hadmersleben war nach Wulferstedter Ballverlusten im Umschaltspiel besser, agierte dann schnell und gefährlich. Eine der trotzdem wenigen hochkarätigen Chancen hatte noch David Hinz. Ein Querschläger der Germania-Abwehr brachte ihn in ausgezeichnete Position, doch er verzog knapp (39.).

Zur zweiten Halbzeit erhöhte nun Wulferstedt den Druck. Die Gästehälfte wurde immer mehr Zentrum des Geschehens. Was aber als Manko festgestellt wurde, war die fehlende Cleverness im Abschluss oder die uneffektive Torvorbereitung. Bei vielen hohen Bällen in den TSV-Strafraum hatten größere Spieler wie Kittelmann klare Vorteile. Dennoch wurde ein Rode-Kopfball über die Latte gelenkt (47.), auch fischte Behrens einen Reimann-Schuss aus dem Winkel (55.). Die Anspannung nahm mit laufender Spielzeit auf beiden Seiten zu. Sebastian Stadler bekam in dem wirklich sehr fairen Derby wegen Meckerns Gelb-Rot (75.).

Jetzt setzte Wulferstedt nochmal alles auf eine Karte. Der TSV fand gute Kontermöglichkeiten (Lattentreffer Wöhlert, 82.). Hadmersleben wehrte sich mit Haken und Ösen. Ein Festhalten an Robert Dreyer im Strafraum war dem Schiedsrichter nicht elfmeterreif genug (84.). In der Nachspielzeit brach plötzlich Wöhlert frei durch. Charwat legte den Arm an, Wöhlert fiel. Reiser versenkte den Elfmeter sicher zum entscheidenden 2:0 (90.+3).

Germania Wulferstedt: Mantke - Behrens, Brunke, Dilge (46. Klosa), Charwat, Dreyer, Zabel, Reimann (82. Zimmermann), Stadler, Jahn, Rode (67. Jekal).

TSV Hadmersleben: Behrens - Brieger (69. Kelle), König, Kittelmann, Zydorek, Wöhlert, Reiser, Hinz, Hentrich (76. Christoph Bremer), Niemann, Gammisch (73. Marcus Bremer).

Torfolge: 0:1 Wöhlert (22.), 0:2 Reiser (FE, 90.+3).

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Stadler (Wulferstedt, 75. wegen Meckerns).

Schiedsrichter: Florian Mummert, Tim Heyer, Kevin Hildach

Zuschauer: 362.