Mit zwei Auswärtsspielen beim Erstligisten BF Sterkrade-Heide zog der SV 1889 Altenweddingen das wohl schwerste Los der ersten Qualirunde zur Mannschafts-DM im Dreiband kleiner Tisch.

Altenweddingen/Oberhausen l Gewarnt durch Altenweddingens sensationellen fünften Platz bei der Europameisterschaft traten die Oberhausener mit voller Kapelle, also mit ihren Ausländern, an. Sterkrade wollte kein Risiko eingehen. Am Ende gewann der Favorit dann auch standesgemäß mit 8:0 und 6:2 gegen keinesfalls enttäuschende Gäste aus dem Sülzetal, die im zweiten Match mit 1,35 einen neuen Landesrekord aufstellten.

Hinspiel

BF Sterkrade - SV Altenweddingen 8:0. Manfred Schuffert (0,77) hatte einen klassischen Fehlstart mit acht Fehlaufnahmen und kassierte am Ende eine klare 26:50-Niederlage gegen Arndt. Nicht schlecht schlug sich Karsten Schubert (1,13), doch auch er unterlag mit 34:50 gegen Raspel. Wenn man trotz einer hohen 26:50-Niederlage noch viel Lob erntet, kann es nur einen Grund geben: der Gegner machte ein Weltklasse-Spiel. So geschehen in der Partie Liere (2,94!) gegen Altenweddingens Steffen Rödel, der mit gutem 1,53 bestem Gästespieler und dennoch chancenlos war. Stefan Scheler blieb unter seinen Möglichkeiten und verlor 27:50 gegen den Belgier Broux. Sterkrade dürfte in dieser Verfassung (Mannschaftsschnitt 1,82) auch in der Endrunde kaum zu schlagen sein.

Rückspiel

SV Altenweddingen - BF Sterkrade 2:6. Bester Akteur des zweiten Spieles war mit Karsten Schubert ein Altenweddinger! Ganze 23 Aufnahmen brauchte er für die 50 Punkte. Nach den 2,37 im EM-Viertelfinale gelang ihm mit 2,17 erneut eine Hammerpartie. Lohn waren ein 50:35-Sieg und damit die Ehrenpunkte für den SVA. Fast wären die Gäste sogar 4:0 in Führung gegangen, denn Manfred Schuffert (0,92) lag lange in Führung und wurde erst durch zwei hohe Serien seines Gegners in der Endphase abgefangen. Die 34:50-Niederlage spiegelt nicht den spannenden Spielverlauf wider. Mit dem gleichen Resultat unterlag Rödel (1,06) seinem diesmal schlagbaren Gegner. Ein starkes und niveauvolles Match lieferten sich Scheler (1,58) und Broux. Diesmal musste der Belgier sein ganzes Können zeigen, damit er mit 50:41 als Sieger den Tisch verlassen konnte. Mit 1,35 verbesserten die Gäste ihren eigenen Landesrekord um drei Hundertstel.

SVA: Scheler (0:4 / 1,24); Rödel (0:4 / 1,22); Schubert (2:2 / 1,58); Schuffert (0:4 / 0,85).