Ein überzeugend heraus-gespielter 27:21 (13:13)-Heimsieg der Haldensleber Drittliga-Handballerinnen gegen Eintracht Hildesheim hat der Leidenszeit von Trainer Stefan Cauer und Mannschaft ein vorläufiges Ende bereitet.

Haldensleben. Wirklich schön war es anzusehen - das befreite Lächeln auf den Gesichtern der Haldensleber Frauen. Auch dem Trainerstab waren Zentnerlasten von den Schultern genommen. Nicht auszudenken, wäre dem HSV das Erfolgserlebnis versagt geblieben. So aber rückte die Oase ins Blickfeld, nach langem beschwerlichem Marsch durch die Wüste. Die Ankunft dort gelang dem HSV insbesondere durch eine ganz starke zweite Halbzeit.

Was die Mannschaft da ablieferte, war ebenso großes Kino wie die sensationelle Leistung von Franka Ethner im Haldensleber Tor. Sie hielt spektakulär und ihr Team im Rennen. Aus ihrer grandiosen Vorstellung schöpfte der HSV Mut und Kraft.

Haldensleben war in den ersten Spielminuten die Bürde des Gewinnenmüssens anzumerken. Es dauerte einige Zeit, bis die Gastgeber zu ihrem Rhythmus gefunden hatten. Die erste Halbzeit verlief nahezu ausgeglichen, das 13:13-Unentschieden zur Pause war Zeugnis dafür. Hildesheims 4:2-Führung beantwortete der HSV mit dem 10:8, musste aber postwendend wieder das Remis hinnehmen - 10:10. In dieser Phase stellte sich Anja Schmidt als Ärgernis für die Haldensleber Abwehr heraus. Sie traf nach Belieben, markierte das Gros ihrer neun Treffer bis zur 30. Minute.

Nur einmal noch gerieten die Haldensleber Frauen im zweiten Spielabschnitt beim 13:14 in Rückstand. Dann hatte der Gast sein Pulver verschossen und biss sich an der HSV-Verteidigung die Zähne aus. Die Heimmannschaft behielt die Nerven, schloss ihre Angriffe konsequent ab und ging bis zur 60. Minute hohes Tempo.

Nach dem Schlusspfiff der unauffällig leitenden Schiedsrichter Cordes/Hustedt entlud sich auf Haldensleber Seite die Anspannung nach dem verdienten Sieg, der die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder größer werden lässt.

Co-Trainer Florian Bortfeldt sah eine geschlossene Mannschaftsleistung seines HSV: "Wir sind als Team aufgetreten, haben über den Kampf ins Spiel gefunden."

HSV Haldensleben: Ethner, Buchholz - Carolin Beck (5), Seidel (1), Wese- meyer (3/1), Daul, Cauer (4), Christin Beck, Romy Stutz, Arens (2), Hoffmann (4/1), Nolde, Anne Stutz (8/4).

Siebenmeter: Haldensleben 6/4. Hildesheim 5/3. Zeitstrafen: Haldensleben 4, Hildesheim 0.

Spielfilm: 0:1, 1:3, 2:4, 5:6, 7:7, 10:9, 13:13 - 13:14, 18:15, 20:17, 23:18, 24:19, 26:20, 27:21.