Haldensleben. Völlig verdient hat der Fußball-Verbandsligist aus Haldensleben den bis dahin daheim noch unbesiegten Ammendorfern beim 2:1 (1:0) die erste Niederlage beigebracht.

Auf zwei Positionen hatte Trainer Grabinski das Team geändert. Özcelik stand für Boy zwischen den Pfosten und Carsten Madaus rückte wieder ins Abwehrzentrum. Von Beginn an aggressiv zu Werke gehend, hatte zunächst Kreibich den richtigen Riecher. Aus zentraler Position vor der Strafraumgrenze erwischte er das Leder optimal und platzierte den Dropkick unhaltbar für den langen Guth im Ammendorfer Kasten. Die Hallenser brauchten dann geraume Zeit, um sich in ihren Bemühungen zu organisieren. Um etwas Ordnung bemüht waren Bloßfeld auf der einen und Girke auf der anderen Seite. Nach mehreren vergeblichen Versuchen setzte Girke seinen Außen Kreibich gut ein, dessen Schuss in Richtung langes Eck jedoch das Ziel verfehlte (25.). Ein Drehschuss von Matthias ging über die Querlatte. Gut anzusehen auch ein Spielzug über die rechte Außenbahn, doch für die scharfe Hereingabe von Wehrmeister fehlte ein Abnehmer. Den nahezu sicheren Ausgleich vergab Kominek (33.), als er aus Nahdistanz an Özcelik scheiterte; auch der Nachschuss von Konxheli ging über die Querlatte. Traditionell stark war der Gastgeber bei seinen Standards, für die fast ausnahmslos Bloßfeld verantwortlich war. Seinen Eckball (38.) brachte Theile mit dem Kopf gefährlich Richtung HSC-Tor. Zwingender jedoch noch die Möglichkeit auf der anderen Seite. Kreibich brachte seinen Stürmer Wernecke in wunderbare Schussposition (40.), doch der vergab die Chance zum Ausbau der Führung kläglich. Den Vorsprung nahmen die Gäste mit in die Halbzeit.

Für die extra Geburtstagsrunde von Ammendorfs Trainer Papst sollte seine Mannschaft sich aber mindestens einen Punkt verdienen. Aussichtsreich zur Umsetzung waren dafür aber zumeist die Standards, denn aus dem Spiel heraus ließ der HSC einfach nicht genügend zu. Zehn Minuten nach der Pause war es dann so weit. Bei dem Eckstoß von Bloßfeld kam Zern aus Nahdistanz ziemlich unbedrängt zum Kopfball, der mit Adrenalin versehen im Netz zappelte. Würde sich das Grabinski-Team noch einmal aufraffen können? Versuche gab es. Burgdorfs Torschuss fehlte die Schärfe, auch Matthias blieb mit seinen zögerlichen Abschlüssen in den Abwehrbeinen hängen. Artistisch versuchte es Torjäger Kricke (75.) mit einem Fallrückzieher. Während die Frei- und Eckstöße der Ammendorfer immer Gefahr atmeten, waren die der Gäste von Rückgaben nicht zu unterscheiden. Doch dieses eine Mal hatte Matthias die richtige Idee. Beim Freistoß von rechts hatte sich das Haldensleber Geburtstagskind Mirko Burgdorf aus dem Abseits bewegt und traf die Hereingabe mit dem Kopf, dem BSV-Keeper keine Abwehrmöglichkeit lassend (82.). Nun musste der wertvolle Vorsprung nur noch über die Rest- und fünfminütige Nachspielzeit gebracht werden. Der kurz vorher Gelb verwarnte Girke verstrickte sich in der Nachspielzeit noch in einen Bodenkampf mit Kominek, für den er die Ampel-, sein Gegner gar die Rote Karte sah. Der Auswärtserfolg ist mit diesem Ausfall und den Verletzungen von Probst und Keeper Özcelik teuer erkauft worden.

Haldensleber SC: Özcelik - C. Madaus, Probst (76. Rasch), Gassel, Wehrmeister , Hahn, Burgdorf, Girke, Kreibich (68 Stach), Matthias, Wernecke (53. Hering).

Tore: 0:1 Kreibich (2.), 1:1 Zern (55.), 1:2 Burgdorf (82.).

Gelb-Rot: Girke (90.). Rot: Kominek (90.). SR: Trautwein (Bad Dürrenberg) Zuschauer: 85.