Niederndodeleben (tbl). Eine deftige Klatsche holten sich die Oberliga-Handballerinnen des TSV Niederndodeleben gegen den HC Rödertal mit einem 20:39 (9:15) ab. Die Heimsieben erwischte einen denkbar schlechten Start. Die ersten sechs Torwürfe parierte Gäste-Torfrau Ann Rammer problemlos, brachte im Umkehrspiel ihre Vorderleute in Szene, die schnell zum 7:2 (10.) vorlegten. Ursache war die aggressive Deckung der Gäste, die die TSV-Frauen in ungünstige Wurfposition zwangen. Nach und nach fing sich die Heimsieben und kam besser ins Spiel, hielt dabei den Abstand (5:11/18.), zwang nun auch die Gäste zu Fehlern. Über das 6:12 (24.) hatten die TSV-Frauen mehrfach die Chance zu verkürzen. Dabei standen sie sich jedoch mit fehlerbehaftetem Spiel selbst im Weg. So ging es beim 9:15 in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch über das 15:20 (38.) zum 18:24 (45.). Eine Gästeauszeit brachte die Dodeleberinnen offensichtlich aus dem Tritt, so dass Rödertal vom 19:25 (47.) zum 19:30 (52.) davonzog. Beim TSV war nun die Luft raus. Der Gegner nutzte seine konditionelle Überlegenheit, die mindestens eine Klasse über der der TSV-Damen lag, gnadenlos aus. Silke Meier im Tor der Heimsieben musste einem schon leid tun, bekam sie nun die Bälle von den konternden Gästen um die Ohren geschossen. Nach dem 20:30 durch Veronika Bange (52.) verwandelte Rödertal nahezu jeden Ballverlust in der TSV-Offensive zum einfachen Gegenstoßtor. Beim 20:39 erlöste die Schlusssirene die Niederndodeleberinnen. Für Trainerin Ilka Bierhals gilt es nun, die fehlende Laufbereitschaft der letzten Viertelstunde auszuwerten und ihre Mannschaft dann auf die wichtige Begegnung gegen Calbe vorzubereiten.

TSV Niederndodeleben: Reimer, Meier - Bange (2), Neuhaus, Herbst (1), Ohm, Schulze (3), Schottstedt (2), Brunke (4/1), Mainka (4), Bollmann (4/4).

Zeitstrafen: Niederndodeleben 1, Rödertal 3. Siebenmeter: Niederndodeleben 5/5, Rödertal 4/3.