Haldensleben (mkü). In der Sachsen-Anhalt-Liga haben die Handballer des HSV Haldensleben dem Spitzenteam Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz erneut ein Schnippchen geschlagen. Nach dem Hin-spielerfolg erreichte die Truppe von Trainerin Barbara Hoffmann dieses Mal immerhin ein 31:31 gegen den haushohen Favoriten. Das war am Ende auch ein gerechtes Ergebnis in einem umkämpften Spiel. Beide Mannschaften hatten in spannenden 60 Minuten viele Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Sie scheiterten aber an der fehlenden Treffgenauigkeit in den entscheidenden Phasen. Von Anfang an liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher. Nach den ersten fünf Minuten lagen sie schon 0:3 hinten. Erst beim 4:4 - nach weiteren fünf Minuten - schienen die verhalten agierenden Gastgeber in die Spur zu kommen. Tempo wäre Trumpf gegen die pomadigen, aber clever, agierenden Gäste gewesen. Aber so ließ der HSV sich einlullen und musste immer einem Ein- bis Zwei-Tore-Rückstand hinerherlaufen. Die faire Partie, von den Unparteiischen sehr gut und unauffällig geleitet, kam in der ersten Halbzeit ohne eine Zeitstrafe aus. Sicher auch ein Indiz für nicht all zu großes Engagement auf beiden Seiten, aber durchaus wohltuend. Das änderte sich in Halbzeit zwei, in die der HSV mit einem 15:16-Rückstand ging. Das schnelle 15:18 glich Haldensleben bis zur 38. Minute (19:19) aus. Dann bekam Christoph Hilliger für eine unglückliche Aktion die Rote Karte. Der HSV hielt trotz Unterzahl dagegen. Erst als drei Angriffe ins Leere gingen, entstand die 24:21-Gästeführung eine Viertelstunde vor Schluss. Doch auch die Gäste, mit einer ähnlich dünn besetzten Ersatzbank ausgestattet wie die Haldensleber, offenbarten Schwächen im Abschluss. Dies nutzte der jetzt hellwach agierende HSV. In der 52. Minute war sie da, die erste Führung der Gastgeber. Diese betrug vier Minuten vor Ultimo sogar 31:29. Doch Fehlversuche im Angriff bescherten den Gästen 30 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich per Siebenmeter. Die letzten Sekunden agierten die Gastgeber in Unterzahl und konnten nicht mehr zurückschlagen.

HSV Haldensleben: Wiechmann, Domann - Marvin Möritz (7), Krüger (4/1), Teßmann (3), Kühnel (12/2), Schufft, Tysack (1), Hilliger (2), Fister (1), Kruse (1)

Siebenmeter

HSV: 3/3. Wittenberg: 4/2

Zeitstrafen

HSV 1x rot ,3 Wittenberg 3