So überzeugend wie die beiden Saisonerfolge des Haldensleber SC gegen Arnstedt (auswärts 4:1, Pokal 3:0) ist der 1:0-Sieg in der Fußball-Verbandsliga auf dem rutschigen Rasen des Waldstadions nicht ausgefallen. Die einzige nennenswerte Chance im ersten Durchgang verwertete Pascal Matthias kurz vor der Pause.

Haldensleben. Für den gesperrten Girke rückte Rasch (der Verteidiger erlitt gegen Ende der Partie einen Mittelhandbruch) in die Innenverteidigung und Carsten Madaus aus der ins defensive Mittelfeld, Prosovsky ersetzte den glücklosen Wernecke im Angriff.

Warm wurde den Zuschauern in der Anfangsviertelstunde wirklich nicht. Ballgeschiebe, Fehlpässe hüben wie drüben, die Partie begann sich auf niedrigem Niveau einzupegeln. Dann mal ein Schuss von Carsten Madaus (weit über die Querlatte) aus der zweiten Reihe (14.) schon ein Highlight. Der bei den großen halleschen Vereinen und auch in Dessau bereits aktive Cramer verschoss dann sein erstes Pulver bei einem Freistoß aus zentraler Position (17.), den Öczelik noch um den Pfosten lenkte. Für den auf der Gegenseite (28.) zeichnete Hahn verantwortlich, doch Burgdorf kam nicht mit der Fußspitze an den Ball und hätte sich ohnehin im Abseits aufgehalten. Mit einer von Kreibich direkt aufs Tor gezogenen Ecke ließ sich der Edelweiß-Keeper nicht überraschen. In Minute 41 war es wieder Cramer, der den zweiten Ball nach einem Eckstoß aus guter Schussposition über den Kasten jagte. Der HSC erzeugte bis dahin keine Gefahr im Gästestrafraum. Plötzlich war Hahn im Strafraum von Rasch bedient worden, dessen Schuss parierte der SV-Keeper noch, doch gegen den Nachschuss von Matthias war er dann chancenlos (43.). Das Tor war der Beruhigungstropfen für den Pausentee.

Dem Spiel tat das keineswegs gut. Arnstedt investierte mehr, war in den Mitteln aber durchaus überschaubar. Offensivaktionen des HSC gab es auch in den ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel keine. Edelweiß zerriss sich mehr in den Zweikämpfen, verschaffte sich dadurch auch mehr Ballbesitz. Aus der 69. Minute stammte die nächste HSC-Möglichkeit. Nach einer ordentlichen Ballstaffette kam Gassel nahe der Strafraumgrenze zum Schuss, der es nur einem gegnerischen Abwehrbein zu verdanken hatte, dass es Eckball statt erneuten Anstoß gab. Emotionen kochten drei Minuten später im anderen Strafraum hoch. Schmidt, gerade erst eingewechselt, erwischte ein Zuspiel und schaffte das Leder mit Bande auch hinter die Torlinie, doch das Tor fand wegen Abseitsstellung keine Anerkennung. Nur eine Minute darauf reagierte Özcelik bei einem Freistoß von Cramer, den Horlbog noch mit dem Kopf erwischte, hervorragend. Der HSC wackelte, aber fiel nicht, weil sein Torwart erneut bei einem direkten Freistoß von Cramer im kurzen Eck auf dem Posten war (76.). Aus dem Spiel heraus gelang den Gästen nicht viel, so war es kein Wunder, dass wieder ein Standard für ihre letzte Chance herhalten musste. Diesmal machte Cramer alles richtig, doch der türkische Keeper schaffte es mit der familiären Unterstützung am Spielfeldrand wieder, den Ball noch mit den Fingerspitzen auf das Lattenkreuz zu lenken. In der Schlusssekunde rettete ein Awehrspieler gegen Stallmann auf der Linie.

HSC-Coach Stephan Gra-binski: "Heute hat am Ende das Ergebnis gestimmt, mehr wohl nicht. Nun, wir sind weiter vorn dran. Mühsam nährt sich das Eichhorn!"

Haldensleber SC: Öczelik - Rasch, Probst, Gassel, Wehrmeister, C. Madaus, Hahn (50. Stach), Burgdorf, Kreibich (82. Stallmann), Matthias, Prosovsky (50. Hering).

Tor: 1:0 Matthias (43.).

Schiedsrichter: Päßler (Bobbau). Zuschauer: 93.