Niederndodeleben (ttr/dei). Drei Sekunden haben den Oberliga-Handballerinnen des TSV Niederndodeleben am möglichen Remis gefehlt. So aber steht eine 18:20 (7:10)-Niederlage, die den Klassenerhalt ernsthaft in Frage stellt.

Christin Bily war es, die Niederndodelebens Manndeckung überwand und eine zehn Minuten währende Torflaute zum 20:18-Endstand verwandelte. Fassungslosigkeit hingegen auf Seiten des Landessiegers der Vorsaison. "Wir wissen nicht, woran es gelegen hat", stellte TSV-Trainerin Ilka Bierhals nach dem Spiel ratlos fest. Fast zehn Minuten lauerten ihre Schützlinge auf den Ausgleich, verkürzten vom 19:15 bis zum 19:18 (55.), scheiterten jedoch letztlich an ihren Nerven.

Bis zur 50. Minute hatte die TSG die Zügel in der Hand. Niederndodelebens Eileen Bollmann und Conny Brunke kamen nicht zur Entfaltung und auch Torjägerin Mandy Mainka hatte ihre Not mit den Calbenser Frauen. Das 7:10 zur Halbzeit war aber noch zu reparieren.

Kurz nach dem Wechsel meldete Kristin Sroka mit drei Treffern in Folge und dem 14:9 ihr Team zurück. Der TSV drückte in der Folgezeit aufs Tempo, spielte über seinen schnellen Rückraum, doch blieb das 13:15 ein kurzes Strohfeuer. In den auf beiden Seiten überhasteten Schlussminuten hätte die von Calbenser Seite bis dahin clever geführte Partie noch kippen können. "Da sind wir mit unseren Chancen fahrlässig umgegangen und haben mehr Nerven als Calbe gezeigt", sah TSV-Trainerin Ilka Bierhals den Abstiegskampf seinen Tribut fordern.

TSV Niederndodeleben: Meier, Reimer - Bollmann (3), Brunke (7), Herbst (1), Heuhaus, Mainka (1), Schottstedt (2), Schulze (2), Wilke (2), Wolf.

Zeitstrafen: TSG 2 - TSV 0. Siebenmeter: TSG 3/1 - TSV 2/0.