Die Reise nach Wolmirstedt zum Playoff-Halbfinale hat sich die BG Bitterfeld/Sandersdorf/Wolfen 06 II, Tabellenzweiter der Basketball-Oberliga, ganz gewiss angenehmer vorgestellt. Die Baskets ließen den Worten ihres Kapitäns Henry Dieringer - "in der Hölle der Freundschaft wird uns niemand bezwingen" - Taten folgen und siegten deutlich 101:61.

Wolmirstedt. Damit liegen sie in der "Best-of-Three"-Halbfinalserie 1:0 in Führung.

Zwei Minuten vergingen, bis die ersten Punkte durch einen starken Henry Dieringer an der Freiwurflinie erzielt wurden. Bis zur Mitte des ersten Viertels setzte sich keine Mannschaft ab. Beide Teams agierten nervös, aber mit viel Einsatz. Die Baskets wechselten von Beginn an durch, so dass immer wieder frische Akteure ins Spiel kamen. Dieser Plan ging voll auf, da der diesjährige Kader der Baskets sehr ausgeglichen besetzt ist. Im gesamten Spiel kam es weder in der Offensive noch in der Defensive zu einem Leistungseinbruch. Zum Ende des ersten Viertels erarbeiteten sich die Baskets eine Sieben-Punkte- Führung (20:13).

Im zweiten Viertel unterstrich Benjamin John seine individuelle Klasse. Allein 14 Punkte erzielte er in diesem Abschnitt. Dies war möglich, weil durch gutes Passspiel oftmals große Lücken in die Defensive der Sixers gerissen wurden. Was viel entscheidender war, dass die Defensive der Hausherren nur selten erfolgreiche Aktionen der Gäste erlaubte. Nur 29 Punkte wurden bis zur Halbzeit zuge-lassen, so dass die Baskets mit einer komfortablen 49:29-Führung in die Kabine gingen.

Trotz vielen Lobes wurde zur Wachsamkeit geraten, denn so ein starker Gegner darf nie unterschätzt werden. Einige Verbesserungsmöglichkeiten gab das Trainerduo Stefan Stagge/Christian Arndt der Mannschaft für die zweite Hälfte mit auf den Weg.

Die Gäste starteten wie erwartet noch einmal motiviert und zeigten ihr bestes Viertel an diesem Abend. Durch hohen Druck gelangen ihnen Ballgewinne, welche in Fastbreaks umgesetzt wurden. Trotzdem kamen die Baskets immer wieder selber zum Abschluss. Überhaupt war die Trefferquote mit knapp 60 Prozent überragend. Dies war vor allem dem konsequenten Suchen nach dem freistehenden Mann zu verdanken. Immer wieder in dieser Saison predigte das Trainerduo, den freien Mann auf der Weakside zu finden. "Heute wurde dies konsequent umgesetzt", wusste ein stolzer Christian Arndt nach dem Spiel zu analysieren.

Im letzten Viertel erhöhten die Baskets noch einmal den Druck durch eine Umstellung der Verteidigung und entschieden mit einem 15:5-Lauf das Spiel endgültig für sich. Bis zum Ende wurde der Vorsprung auf 40 Punkte ausgebaut. Für das Highlight des Abends sorgte Christoph Gärtner. Bei nur noch zwei Sekunden auf der Uhr hielt er aus rund 18 Metern drauf und bescherte Team und Fans den ersten Hunderter der Saison.

Baskets Wolmirstedt: Albrecht (2 Punkte), Arndt, Dieringer (15), Gärtner (7), Hennig (22), Heuer (13), Heyer (4), John (21), Reimann (12), Schneider (5), Stagge, Weiß.