Haldenslebens Drittliga-Handballerinnen sind im Rennen um den Klassenerhalt wieder dick im Geschäft. Die Grundlage hat die Mannschaft um Trainer Stefan Cauer mit einem unfassbaren 21:14-Heimerfolg gegen den hohen Favoriten HCS Neustadt-Sebnitz gelegt.

Haldensleben. Anders als in der Partie des HSV in Rohrsen (30:30) fand diesmal der letzte Treffer der Partie Anerkennung. Mit der Schlusssirene setzte Haldenslebens überragende Torfrau Franka Ethner mit ihrem Treffer zum 21:14-Endstand ein dickes Ausrufezeichen hinter eine Partie, deren Ausgang nur kühnste Optimisten orakelt hatten.

Dabei hätte es dieses Treffers nicht bedurft. Bereits zwei Minuten vor dem Schlusspfiff stand die Ohrelandhalle Kopf und auch bei den Gastgebern machte sich Vorfreude ob des Erreichten breit. Zu deutlich führte der HSV gegen den mit acht ausländischen Stars besetzten Favoriten, war der Sieg längst in trockenen Tüchern.

Was die Heimsieben insbesondere in der letzten Viertelstunde eines packenden Spiels zeigte, war ganz großes Kino. Und wäre für die Vorstellung ein Preis vergeben worden, der HSV hätte ihn völlig zu Recht bekommen. Eine aufopferungsvoll kämpfende Haldensleber Deckung hielt bis zur letzten Sekunde des packenden Matches die Schlagzahl hoch. Gegenwehr, mit der Neustadt-Sebnitz nicht gerechnet hatte. Die Gäste, deren Abwehrverhalten auch nicht von schlechten Eltern war, bissen sich am HSV die Zähne aus.

Torarm zeigte sich die erste Halbzeit. Den 0:3-Rückstand korrigierte Haldensleben, hielt bis zum Pausenpfiff den Rückstand in Grenzen - 6:7.

Im zweiten Spielabschnitt erarbeitete sich die HSV-Mannschaft in allen Belangen ein Übergewicht. Schnell wich der Rückstand einer Führung. Nur zwei Remis waren in den zweiten 30 Minuten (9:9, 11:11) zu vermelden. Danach dominierte die nun entfesselt aufspielende Cauer-Sieben die Partie und ließ auch die letzten Zweifler verstummen.

Der HSV-Trainer attestierte seiner Mannschaft eine Top-Leistung. "Wir haben auf allen Positionen überzeugt. Wie das Team an die Aufgabe gegangen ist, war schon beeindruckend. So können wir auch auswärts erfolgreich sein."

HSV Haldensleben: Clauß, Ethner (1) - Carolin Beck (2), Seidel (4), Titsch, Wesemeyer (7/2), Daul, Cauer, Christin Beck, Romy Stutz, Arens, Hoffmann (3/2), Nolde, Anne Stutz (4).

HCS Neustadt-Sebnitz: Sidlovskyte, Naumann, Wiekiera - Kolewa (2/1), Adamkova (3/1), Urbanova (4/1), Bradacova, Wiele, Janeckova, Ninkovic (3/3), Baier (1), Eckhardt (1).

Siebenmeter: Haldensleben 4/4, Sebnitz 7/5. Zeitstrafen: Haldensleben 6, Sebnitz 1. SR: Steidl/Steiner (Sachsen).

Spielfilm: 0:1, 1:3, 4:4, 5:7, 6:7 - 9:7, 11:11, 13:11, 15:12, 16:13, 18:14, 19:14, 21:14