Der HSV Haldensleben II hat vor heimischer Kulisse in der Handball-Verbandsliga eine schmerzliche Niederlage im Abstiegskampf gegen die SpG Thale/Westerhausen kassiert. Die Möritz-Sieben unterlag nach einem schwachen Auftritt mit 33:35 (17:15).

Haldensleben. Beide Teams fanden nicht in die Partie, so dass sich ein Kampfspiel entwickelte. Haldensleben war nach den letzten vier Siegen nicht wiederzuerkennen. Es war deutlich zu spüren, dass von der Einstellung her ein ganz anderes Team auf der Platte der Ohrelandhalle stand. In der ersten Hälfte lief bei den Gastgebern wenig rund - gerade die Torfabrik der letzten Wochen mit Fabian Damerau, Hannes Kruse und Timo Lange stand neben sich. So nutzte eine eher durchschnittliche aufspielende Mannschaft aus Thale die Fehler der Haldensleber eiskalt aus. Die Gäste erzielten über die Außenposi- tionen viele Treffer. Auch die Torhüter des HSV II hatten nicht ihren besten Tag. Doch trotz der durchwachsenen ersten Hälfte führten die Rolandstädter zur Pause noch mit 17:15. In Halbzeit zwei sahen die Haldensleber Fans eine weiter schwächelnde Gastgebermannschaft. Die Abwehr sah den Gästen größtenteils nur noch zu und der Angriff wirkte völlig unsortiert. Thale konnte die Deckungsschwäche nutzen. Einfache Würfe über Halblinks schlugen regelmäßig im Winkel ein. Die SpG Thale/Westerhausen spielte ihr Pensum ganz sauber herunter. Haldenslebens Damerau sah nach dreimal zwei Minuten die Rote Karte (55.). Dennoch wurde ab jetzt die Partie beim Stand von 30:31 noch einmal spannend. Doch der HSV II nutzte die Chancen zum Ausgleich nicht. Am Ende stand es 35:33 für die Gäste aus Thale, die ihren Auftritt gebührend feierten. Mit solch einem desolaten HSV II hatten sie wohl nicht gerechnet.

"Das war ganz klar ein gro-ßer Rückschlag für uns", resümierte Mannschaftskapitän Damerau nach dem Spiel. "Aber vielleicht haben wir das gebraucht, um wieder auf den Boden der Tatsachen anzukommen. Am nächsten Sonntag geht es beim Kreisderby gegen den MTV Weferlingen um alles. Mal sehen, ob wir dabei die Rekordkulisse aus dem Jahr 2008 toppen können. Spannend wird es dabei sowieso, denn beide Teams wollen den Klassenerhalt erreichen."

HSV Haldensleben: Ch. Schulz, T. Schulz - Baethge (6/1), Damerau (8/3), H. Kruse (7), Vogler (1), S. Kruse (2), Dannehl, Lange (7), Trappiel (2), Mucheyer, Schünemann.