Haldensleben (cfi). Mangelnde Konzentration hat Haldenslebens Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer einen durchaus möglichen Erfolg gekostet und ist die Serie der Gastgeber - 9:1 Punkte aus den vorangegangenen Spielen - gerissen. In der Ohrelandhalle verlor der HSV das Duell der Tabellennachbarn gegen die SG Lok Schönebeck mit 26:30 (12:17).

Verzichten musste der HSV auf Kühnel, dafür wurden Krüger und Fister trotz ihrer Verletzungen eingesetzt. Die Begegnung begann verheißungsvoll für Haldensleben. Schnell wurde eine 3:1-Führung herausgeworfen. Danach ließ der HSV gute Möglichkeiten aus. Das wurde von der SG Lok bestraft. Sie glich zum 5:5 aus und blieb fortan immer in Front. Vor allem Weidner warf nach Belieben ein. Eine Umstellung in der Deckung brachte kaum Besserung. Denn nun warf sich Schönebecks Seifert warm. Zwischenstand war das 12:8 für Lok. Positiv bleibt festzuhalten, dass der HSV nicht aufgab. Hilliger, Teßmann und ein starker Tysack trafen für ihre Farben. Verhängte Strafwürfe wurden durch Krüger verwandelt. Beim 11:13 verkürzten die Gastgeber, aber fehlende Konzentration im Abschluss und im Abspiel verhinderte ein besseres Ergebnis. Diese Fehler nutzte der Gast zum 17:12-Halbzeitstand.

Eine kritische Ansprache in der Kabine rüttelte alle HSV-Spieler wach. Mit dem Willen, das Spiel zu drehen, wollte Jeder sein Bestes geben. Das Vorhaben gelang nur bedingt. Ein Vier-Torerückstand hatte bis zur 55. Minute Bestand. Möglichkeiten, den nun taumelnden Schönebeckern den Sieg streitig zu machen, waren gegeben. Fehler seitens des HSV verhinderten ein besseres Ergebnis.

HSV-Trainerin Barbara Hoffmann meinte nach Abpfiff: "Meine Akteure haben sich zuviel von Kleinigkeiten ablenken lassen und somit die Konzentration aufs Spiel verloren. Daran müssen wir arbeiten. Klar hat mit Kühnel eine wichtige Säule gefehlt, aber alle anderen Spieler haben genug Qualität. Hätte jeder diese abgerufen, hätten wir auch gewonnen."

HSVHaldensleben: Wichmann, Domann - Marvin Möritz (2), Krüger (4/3), Teßmann (4/1), Schufft, Tysack (8), Hilliger (5), Fister (2), Eichhorst (1), Maxe Möritz, Bauerschäfer.

Siebenmeter: HSV 6/4, Lok 2/2. Zeitstrafen: HSV 3, Lok 5.