Mit einer 27:30 (8:16)-Niederlage gegen den TSV Travemünde haben sich Barlebens Zweitliga-Handballerinnen vor heimischer Kulisse von ihren Fans verabschiedet.

Barleben. Die Schützlinge um Trainer Jens Aebi unterlagen nach großem Kampf am Ende verdientermaßen dem Tabellenvierten aus Travemünde, der durch den Auswärtserfolg die Playoff-Teilnahme perfekt machte. Während bei den Gästen Juniorennationalspielerin Franziska Haupt mit elf Treffern zu gefallen wusste, überzeugte beim Gastgeber Beatrice Vogel mit sieben Tore.

Im letzten Zweitliga-Heimspiel wollten sich die Bandits noch einmal von ihrer guten Seite präsentieren und somit dem Abschied von Jasmin Maue sowie Anne Hubinger einen würdigen Rahmen verleihen. Dies gelang in der Startphase zunächst auch ganz gut. Bis zum 4:4 (10.) waren sich beide Kontrahenten vollkommen ebenbürtig. Bis zum 7:7 (19.) hielt eine gut agierende Beatrice Vogel die Bandits im Spiel. In den verbleibenden Minuten vor der Halbzeitpause lief im Barleber Angriffspiel erneut kaum mehr etwas zusammen. So wurden die Gäste zu einfachen Toren durch Gegenstöße eingeladen. In der Konsequenz bedeutete dies eine sichere 16:8-Halbzeitführung für die "Raubmöwen".

Genauso kopflos, wie es in die Kabine ging, startete die Aebi-Sieben auch in den zweiten Durchgang, so dass sich die Gäste schnell bis auf 22:11 (37.) absetzten. Doch die Bandits fassten sich ein Herz und kämpften sich über eine aggressivere Deckungsarbeit zurück ins Spiel. Da nun Jasmin Maue im Angriff klug Regie führte, holte Barleben Tor um Tor auf und waren beim 17:23 (44.) erstmals wieder auf sechs Tore heran. Angetrieben vom Publikum, verkürzte die Heimmannschaft den Rückstand. Ein Doppelpack von Karleen Hartmann brachte die Vertretung aus Sachsen-Anhalt beim 24:25 (53.) wieder in aussichtsreiche Position. Bevor das Spiel zu kippen drohte, brachte die treffsichere Franziska Haupt die Gäste wieder mit 27:24 (55.) in Front. Die Bandits warfen alles in die Waagschale, sündigten aber im Torabschluss. So nahm Jens Aebi vier Minuten vor Ultimo, beim Stand von 25:28, die Auszeit, um Anweisungen für die Schlussphase zu geben. Ohne Erfolg, denn auch in den verbleibenden Minuten arbeiteten die Gäste gut in der Deckung und ließen den Barleberinnen nur wenig aussichtsreiche Torchancen. Statt im Tor, landeten die Bälle eher bei der gut parierenden Britta Reimann, so dass Travemünde den Drei- Tore-Vorsprung bis zum 30:27-Endstand verteidigte.

Bei den Gastgeberinnen überwog die Enttäuschung, dass es trotz großem Kampf nicht mehr zu einem Punktgewinn gereicht hat und sie so die scheidenden Spielerinnen mit einer Heimniederlage ziehen lassen müssen.

Barleber Bandits: Hofmeister, Schache, Heppner - Vogel (7/4), Göpel (4), Sachse (3), Schröder (3), Hartmann (3), Hubinger (2), Seeger (2/1), Schüler (2), Maue (1), Mendler, Bange.

Siebenmeter: Barleben 6/5, Travemünde 3/3. Zeitstrafen: Barleben 1, Travemünde 1.