Im Viertelfinale des DFB-Kreispokals haben die Kicker des TSV Bregenstedt für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die sonst in der 1. Kreisklasse, Staffel 1, beheimateten Gastgeber setzten sich 2:1 gegen das Landesklasseteam des SV Altenweddingen durch.

Bregenstedt. Einmal mehr brachte der David den Goliath zu Fall. Außenseiter und Gastgeber TSV setzte die Gäste beizeiten unter Druck, benötigte noch nicht einmal eine besonders herausragende Mannschaftsleistung, um am Ende in das Halbfinale einzuziehen. Schon in der dritten Minute musste Gästekeeper Schumann auf der Hut sein. Ein Kopfball strich knapp an seinem Kasten vorbei. Die erste Annäherung der Altenweddinger an das Bregenstedter Tor, ein Freistoß von Ruffert, war eher harmlos. In der 13. Minute kam Robin Koch vom SVA nach einem langen Pass aus der eigenen Abwehr nicht hinter den Ball. Nino Schünemann traf anschließend freistehend den Ball nicht richtig, so dass auch dieser Angriff nichts einbrachte. In dieser Phase gab es Chancen fast im Minutentakt für das Landesklasseteam, der Bregenstedter Keeper machte seine Aufgabe aber sehr gut. Bregenstedt kam zwar nur vereinzelt vor das SVA-Tor, dann aber sehr gefährlich. So musste Jan Schumann in der 28. Minute bei einem Schuss aus der Distanz sein ganzes Können zeigen. Nach weiteren vergebenen Chancen stellten die Gäste dann ihre Angriffsbemühungen ein und machten die Bregenstedter durch Ballverluste in der Vorwärtsbewegung stark. Per Konter erzielten die Gastgeber dann das 1:0 (39.) durch den wieselflinken Mathias Ranzinger. Die SVA-Abwehr sah in dieser Szene nicht gut aus. Die Heimelf erspielte sich bis zum Halb-zeitpfiff noch zwei gute Torchancen, wobei ein Schuss sogar am Pfosten landete (43.). Mit viel Glück blieb es beim 0:1-Rückstand für den SVA zur Pause. Für die zweite Hälfte schienen sich die Gäste Besserung auf die Fahnen geschrieben zu haben. Nur an der Umsetzung haperte es. Fehlabspiele, Pässe ins Niemandsland und weiterhin viel zu einfache Ballverluste machten es dem TSV Bregenstedt leicht in der Abwehr. Mit einer besseren kämpferischen Einstellung verteidigten die Gastgeber gut gegen den für ein Landesklasseteam hilflos wirkenden Gästeangriff. Dennoch hatte der SVA die Chance zum Ausgleich - erst durch Koch, der den Pfosten traf -, dann im Nachschuss durch Ruffert, der freistehend über den Ball trat (50.). Nach einer Ecke von Stieler (57.), köpfte Ruffert den Ball über das Tor. Bregenstedt war ab Mitte der zweiten Hälfte nur noch auf Konter eingestellt. Altenweddingens Schumann musste mehrfach für seine Vorderleute retten, nachdem die Abwehr überspielt worden war (71.). In der 74. Minute noch eine Großchance des SVA durch Ruffert, der nach Eingabe von Koch zum Abschluss kam. Die Abwehr des TSV klärte. Weiter wirkte der SVA hilflos, konnte spielerisch nicht zulegen und machte es dem Gegner leicht. So fiel in der 82. Minute bei einem Konter das 2:0 durch Marc Pfeiffer - auch wenn die TSV-Angreifer dabei in abseitsverdächtiger Position standen. Der 2:1-Anschlusstreffer durch Mirko Stieler, per Kopf in der 90. Spielminute, war nur noch Ergebniskosmetik in einem der schwächsten Spiele des SVA in dieser Fußballsaison.

TSV Bregenstedt: Losensky - P. Quedenfeld, Daul, M. Quedenfeld, Fuchs, Jahn (60. Eckl), M. Pfeiffer, T, Pfeiffer, Weigel, Ranzinger (80. Mende), Lübke

SV Altenweddingen: Schumann - Mootz, Herzog, H. Petters, Luster, Ruffert, Stieler, Zoll (63. Kück), St. Köppe, N. Schünemann (74. Nevermann), Koch.

Tore: 1:0 Ranzinger (39.), 2:0 M. Pfeiffer (82.), 2:1 Stieler (90.).

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