Haldensleben (nku). Nach der 23:27 (13:12)-Niederlage beim TV Verl brauchen Haldenslebens Drittliga-Handballerinnen ein Wunder, um den Klassenerhalt doch noch schaffen.

Die Mission "3. Liga" scheint für den HSV Haldensleben beendet zu sein. Die Rolandstädterinnen verloren ihr vorletztes Saisonspiel beim bis dato Zwölftplatzierten. Damit büßten sie nicht nur den zehnten Tabellenplatz ein, der zur Relegation zur 3. Liga berechtigt, sondern mussten auch den Verlust von Mannschaftsführerin Katrin Daul mit einem Mittelhandbruch verschmerzen. Dabei war alles angerichtet, um den benötigten einen Punkt zum Klassenerhalt gegen den TV Verl einzufahren. 20 Fans unterstützten lautstark die Cauer-Sieben und nach den ersten 30 Minuten lag der HSV noch mit einem Tor (13:12) in Front. Zudem schien die taktische Ausrichtung einer 5:1-Deckung den TV Verl vor einige Probleme zu stellen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bestimmte der Gast das Geschehen, führte in der 35. Minute 15:13 und hatte die Möglichkeit, sich in Überzahl weiter abzusetzen. Aber drei überhastete Aktionen und die routinierte Heimmannschaft drehten das Spiel auf 16:15. In den folgenden Minuten blieb die Partie ausgeglichen. Beim Stande von 18:18 (45.) dann wohl die spielentscheidene Szene. Beim Abwehrversuch verletzte sich die starke Katrin Daul und musste ausgewechselt werden. Damit kam der HSV nicht klar. Innerhalb weniger Minuten setzte sich der Tabellenzwölfte auf 21:18 und damit vorentscheidend ab.

Nach der Niederlage braucht der HSV nun ein Handballwunder gegen den Tabellenzweiten, die HSG Stemmer/Friedewalde (Sonnabend, 17 Uhr/Ohrelandhalle), um die kleine Chance auf den Klassenerhalt noch zu nutzen. Mit einem Sieg könnten die Rolandstädterinnen wieder am TV Verl vorbeiziehen.

HSV Haldensleben: Klauß, Ethner - Chr. Beck (1), Cauer (1), Seidel, A. Stutz (6), Daul (4), R. Stutz, Wesemeyer (1), Hoffmann (6), Arens (4), Nolde, C. Beck.

Siebenmeter: HSV 5/3, Verl 3/3. Zeitstrafen: HSV 3, Verl 4.