Ein spielerisch hochwertiges 2:2-Unentschieden ist in der Fußball-Verbandsligapartie des Haldensleber SC (HSC) gegen den Halleschen FC II nach 0:2-Halbzeitrückstand für den HSC noch herausgesprungen.

Haldensleben. Die HFC-Reserve hatte nach 24 Minuten und zwei Abwehrfehlern des Gastgebers das Hinspiel-Resultat bereits egalisiert. Bis zur Pause vergab der HSC hochkarätige Möglichkeiten für einen Anschlusstreffer. Als Trainer Stephan Grabinski dann vier Stürmer auf dem Feld hatte, sich der Druck auf die gut und sicher stehende HFC-Abwehr fast unerträglich steigerte, brachten zwei Standards noch das Unentschieden. Erst staubte Lars Hering ab, dann war Pascal Matthias mit einem Foulelfmeter erfolgreich. Es reichte am Ende nicht mehr für einen Sieg in einem rassigen Verbandsliga-Duell.

Bis auf die gesperrten Özcelik und Zander sowie den verletzten Wehrmeister hatte der Gastgeber den kompletten Kader wieder zur Verfügung, Akkermann erhielt eine Chance auf der rechten Außenbahn und Habeney hütete wieder das Tor. Mit einem Eckball, getreten von Matthias, und anschließendem Kopfball von Grimm (6.) setzte man auch das erste Achtungszeichen, dann strich ein Freistoß von Girke nur knapp vorbei. Doch der Treffer fiel früh auf der Gegenseite. Eine Unsicherheit bei einem langen Ball in den Strafraum bestrafte Wegner (10.) mit einem platzierten Schuss ins lange Eck eiskalt. Auf der anderen Seite lag kurzzeitig der Ausgleich in der Luft, als Hahn von rechts nach innen flankte, wo Grimm das Leder aus der Luft nahm und über den Kasten semmelte. Die Bestrafung folgte auf dem Fuße. Die nächste HFC-Angriffswelle schwappte in Person von Likos über die linke Angriffsseite herein, Gassel sah sich als Rettungsschwimmer plötzlich zwei Roten gegenüber, von denen Herrmann diesmal ins andere untere Eck traf (24.). Das lähmte natürlich die Ohrestädter, die einige Minuten zum Aufraffen brauchten. Genial steckte Girke auf Matthias durch, doch dessen Abschluss (32.) geriet zu harmlos. Zwei Minuten später hatten die Gäste dann aber Fortuna auf ihrer Seite. Der HSC hatte mit seinem schönsten Angriff Doppelpass mit Probst gespielt, der aus vollem Lauf auf den langen Pfosten flankte. Dort brachte Kapitän Carsten Madaus den Ball aus wenigen Metern nicht im gegnerischen Gehäuse unter. Kurz vor der Halbzeitpause verhinderte die Querlatte bei einer Aktion von Probst den fälligen Anschlusstreffer.

Der HSC startete seine Aufholjagd mit einem Eckball, für den sich aus dem Gewühl her-aus kein Abnehmer fand. Bei einem Durchbruch über die linke Seite legte sich Carsten Madaus den Ball letztlich zu weit vor und "verteidigte" vor dem HFC-Gehäuse einen scharfen Schuss von Girke, während sein Bruder Christian in der Innenverteidigung nach langer Verletzung eine tolle Partie lieferte, denn der HFC hatte seit dem zweiten Treffer nur eins im Sinn: Konter. Einen davon entschärfte Habeney gegen den HFC-Akteur, der seinen Mitspieler in der Mitte ignoriert hatte. Gegenüber brachte Hering das Leder nicht unter Kontrolle, während am anderem Ende des Platzes Wegner eine Flanke (65.) volley nahm und das Tor nicht traf. Das Spiel gewann an Intensität. Girke zog aus 25 Metern ab (70.) und fand in HFC-Keeper Tretopp seinen Meister. Doch letzterer war beim anschließenden Eckball von Matthias und Kopfball von Prosovsky an den Innenpfosten gegen Hering machtlos, der das Leder über die Linie bugsierte. Als nach einem langen Ball in den gegnerischen Strafraum ein gestrecktes Bein zum Körper ging, entschied der Schiri auf Strafstoß (87.). Matthias verlud den Keeper und stellte den Endstand her. Danach wurden die Fouls noch rüder, eine Ampelkarte wurde gezeigt, doch der Schiri hatte die Nachspielzeit nicht mehr auf dem Zettel.

Haldensleber SC: Habeney - Ch. Madaus, Probst, Stach (46. Hering), Gassel (65. Prosovsky), Hahn, C. Madaus, Akkermann (31. Stallmann), Girke, Matthias, Grimm.

Tore: 0:1 Wegner (10.), 0:2 Herrmann (24.), 1:2 Hering (70.), 2:2 Matthias (87./FE). Schiedsrichter: Menz (Könnern) Zuschauer: 68. Vorkommnis: Gelb-Rot: HFC II (90.).