Rogätz. Das 0:6 (0:3) ist dann doch schon heftig gewesen, das die Rogätzer Landesklasse-Fußballer am Freitagabend vor 212 zahlenden Zuschauern auf dem Kapellenberg gegen Kali Wolmirstedt eingesteckt haben.

Die Gastgeber präsentierten sich in einer kaum zu beschreibenden Verfassung. Da mangelte es an Einstellung wie auch an Aufstellung, obwohl Rogätz diesmal fast aus dem Vollen schöpfen konnte, denn es fehlten lediglich Wöllm. R. Krebs und Kolberg. Diese Leistung war nicht nachzuvollziehen. Einsatz und Laufbereitschaft waren miserabel, da zeigten sich Schwächen in der Ballannahme und im Passspiel und man ließ den Gästen viel zu viel Raum. Im Spiel nach vorn lief nichts, so tauchte der in den letzten Spielen überzeugende Florian Jakubzyk diesmal total unter.

Schon in den Anfangsminuten, als das Spiel noch ausgeglichen verlief, zeigten sich die Defizite im Rogätzer Spiel. In der Abwehr nicht energisch genug, gelang den körperlich sehr präsenten Gästeangreifern bereits früh (19.) die Führung. René Bischoff wurde freigespielt und ließ Zacher keine Chance. In der 26. Minute dann bereits das 2:0. Zacher kam an eine Rechtsflanke nicht richtig heran und Andreas Brettschneider hatte im Nachschuss wenig Mühe. Mit einer Riesenparade verhinderte Steve Rudolph (41.) den Rogätzer Anschlusstreffer, als er einen Scharfschuss von Sascha Kreuseler zur Ecke lenkte. Mit einem sehenswert herausgespielter Treffer und einem genauen Zuspiel von Sebastian Engel auf Andreas Brettschneider, gelang diesem noch vor der Pause das 3:0 (44.).

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Gastgeber etwas umgestellt und schien es zunächst so, als wäre die Gegenwehr besser organisiert. Doch bei einem Freistoß von Marten Wesemann war Rudolph zur Stelle (48.) und nach einem energischen Einsatz von Stephan Becker an der linken Eckfahne (63.), spielte dieser den Ball auf den gut postierten Wesemann, der über den Ball schlug. Dann war wieder Zacher gefordert (66.), der gegen den sich geschickt freilaufenden Eichel retten musste. Zwei Minuten später ein Schuss von Becker aus der zweiten Reihe, der knapp über die Latte strich. Dann doch das 4:0 für Kali (70.) mit dem dritten Treffer von Brettschneider. Als die SVC-Abwehr nicht in der Lage war, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen (81.) bedankte sich Bischoff mit dem 5:0. Den Schlusspunkt setzte Nico Jagodzinski mit dem Tor des Tages, als er aus vollem Lauf und spitzem Winkel zum Endstand von 6:0 (84.) traf.

Einer der Besten auf dem Platz war Schiedsrichter Paul Juhnke (Osterburg), der die an sich faire Partie stets im Griff hatte. Tauchten wirklich mal kleinere Härten auf, wusste er sie im Keim zu ersticken.

Concordia Rogätz: Zacher - Chr. Braumann, Henicke, Gloede, Göhring, Kreuseler, F. Braumann (46. Kuske), Wesemann, Habicht (46. Otto), Becker, Jakubzyk.

Kali Wolmirstedt: Rudolph - N. Liebscher, Schrader (77. Jagodzinski), Witt, Engel, M. Liebscher, Bischoff, Eichel, Böttcher, Brettschneider, Jandke.

Tore: 0:1 Bischoff, 0:2, 0:3, 0:4 Brettschneider (28., 44., 71.), 0:5 Bischoff (81.), 0:6 Jagodzinski.

Schiedsrichter Paul Juhnke (Osterburg) - Christoph Biasig, Kevin Schulz (Tangermünde). Zuschauer: 212.