Haldenslebens Handballer haben bei der 26:31 (13:16)- Heimniederlage gegen den Jessener SV das vierte Spiel in der Sachsen-Anhalt-Liga in Folge verloren.

Haldensleben. Die Luft scheint heraus bei den HSV-Männern. Zugegebenermaßen ist die Personaldecke momentan sehr dünn. Michael "Maxe" Möritz mit seinen fitten 48 Jahren half genauso aus wie Dominic Helmboldt, der seit seinem Studienbeginn in Berlin, nicht mehr mit der Mannschaft trainieren kann. Beide lieferten eine ausgesprochen gute Leistung ab. Die verletzten und vor dem Spiel verabschiedeten Nils Schufft und Mark Deutschmann fehlten den Trainern genauso wie Daniel Kühnel und Hannes Kruse, die wieder in der zweiten Mannschaft aushalfen. Dennoch hätten die Zuschauer, gerade auch in der zweiten Spielhälfte, ein wenig mehr erwartet und auch verdient gehabt.

Am Anfang kompensierte der HSV die Manndeckung gegen Hilliger ganz gut, lag ständig in Führung. Beim 11:6 nach 20 Minuten vergaß Haldensleben aber schon eine Vorentscheidung. Viele leichte Bälle landeten an Latte und Pfosten. So hielt Jessen Anschluss halten und verkürzte zum 13:16 Pausenstand.

Den Anfang der zweiten Hälfte verpennten die Jungs von Trainerin Hoffmann komplett und kassierten den 16:17-Rückstand. Eine Viertelstunde vor Schluss fing Jessen an, sich abzusetzen. Zwar blieb der HSV bis zum 24:26 auf Tuchfühlung, hatte dann aber nichts mehr zuzusetzen. Jessen legte ein 30:24 vor. Geschuldet hauptsächlich durch Haldensleber Fehlversuche und solide Gegenangriffe, die jeweils mit unspektakulären, einfachen Toren endeten. So landete Jessen, das in der kommenden Saison nicht mehr für die Sachsen-Anhalt-Liga melden wird, einen unerwarteten Auswärtssieg auf ihrer Abschiedstournee.

Kommende Woche geht es für den HSV zum letzten Spiel nach Calbe. Nach der gezeigten Leistung wird man den Eindruck nicht los, dass die Jungs das Ende der Saison herbeisehnen. Nur gut, dass der Klassenerhalt bereits erreicht ist.

HSV Haldensleben: Domann, Wiechmann - Krüger (6), Michael Möritz, Marvin Möritz, Helmboldt, Teßmann (9/4), Tysack (6), Fister (2).

Zeitstrafen: HSV 7, Jessen 4. Siebenmeter: HSV 4/4, Jessen 3/1.