Das mit Spannung erwartete Landespokalfinale der A-Junioren-Kicker auf Verbandsligaebene hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte und fand mit dem SV Irxleben vor der famosen Kulisse von 230 Zuschauern den verdienten Sieger. Die Gastgeber gewannen gegen den VfB IMO Merseburg 2:0 (1:0).

Irxleben. Beide Teams gaben sich nicht mit langem Abtasten ab und gingen sofort in die Offensive. Die Gäste aus Merseburg waren von der ersten Minute an ein ebenbürtiger Gegner in einem heiß umkämpften Spiel, das zunächst von Schnelligkeit und Kombinationssicherheit der Aktionen auf beiden Seiten lebte. Die Kontrahenten schenkten sich in den Zweikämpfen nichts, jedem Ball wurde nachgesetzt. Oft standen beide Keeper im Mittelpunkt des Geschehens und mussten ihr Können beweisen. Dass beiden Mannschaften bewusst war um wie viel es ging, sah man in den einzelnen Duellen im Mittelfeld. Die Räume wurden verengt und niemand schreckte vor taktischen Fouls zurück. In der 30. Minute konnte Irxlebens Torhüter Maximilian Fest nur noch reflexartig die Fäuste hochreißen, um einen Knaller aus 16 Metern zu parieren. Als sich alles schon auf ein Unentschieden zur Pause eingerichtet hatte, erreichte ein Zuspiel Tim Ahlemann auf halblinker Position. Sein Schuss in das obere linke Eck des Merseburger Gehäuses war schon das Eintrittsgeld wert (1:0, 44.).

Die zweite Hälfte unterschied sich nicht viel von der ersten. Beide Teams operierten voll offensiv, ohne die Abwehr zu vernachlässigen. Ein offenes und gutklassiges Spiel, welches sehr körperbetont geführt wurde. Es gab einige ziemlich rüde Fouls zu sehen, die der Schiri auch härter hätte bestrafen müssen.

Es bewahrheitete sich wieder die alte Floskel, dass der Pokal eigene Gesetze hat. Denn die Gäste aus Merseburg waren kaum mit dem Team zu vergleichen, welches vor kurzem in Irxleben beim Verbandsliga-Punktspiel mit 0:5 untergegangen war. Im Gegenteil, mit fortlaufender Spielzeit setzten sie die Hausherren immer mehr unter Druck und wollten den Ausgleich erzielen. Aber die Irxleber blieben mit schnellen Kontern gefährlich. Einer dieser Gegenzüge brachte nach schöner Vorarbeit Paul Stier in aussichtsreiche Position. Aber aus elf Metern traf er nur den Pfosten (75.). Dann war es wieder Tim Ahlemann, der mit einem straffen Schuss die Entscheidung erzielte (2:0, 76.).

Eine unglückliche und nicht gleich nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidung brachte zum Ende viel Unruhe und Tumulte auf das Spielfeld. Die Gäste fühlten sich vom Schiedsrichtergespann benachteiligt, als ihnen das 1:2 aberkannt wurde. Bei dem nachfolgenden Gerangel waren die Ordner des Gastgebers aber sofort zur Stelle und griffen schlichtend ein.

Ein Merseburger sah die Rote Karte für einen Kopfstoß (89.) - ein Irxleber hatte zuvor schon Gelb-Rot wegen Lamentierens gesehen.

Die Hausherren brachten den Sieg über die Nachspielzeit und dann fand der Jubel über einen der größten Erfolge der Nachwuchsabteilung des SV Irxleben 1919 keine Grenzen mehr. Die erfolgreichen Trainer Frank Gabriel und Enrico Kostka mussten so einige Gratulationskuren über sich ergehen lassen..

SV Irxleben 1919: Fest - Krause (65. Degen), Pless, Kölling (78. Schwenke), Rook, Tim Ahlemann, Köppe, Stier, Beck, Hartmann, Tino Ahlemann

Tore: 1:0, 2:0 Tim Ahlemann

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