Güterglück (rsc/sza) l Am vergangenen Sonntag durften die Landesliga-Volleyballer der SG Rosian wieder vor heimischem Publikum aufschlagen. Gegen die TSG GuthsMuths Quedlinburg und den Genthiner VV konnten sie die lautstarke Unterstützung der eigenen Fans und peitschenden Trommelschläge von Edelfan Klaus Haberland nicht voll ausnutzen.

Das Trainergespann Ziolkowski/Schmidt musste den ersten Sechser umbauen und stellte für die angeschlagenen Marschner und Kieler den bisherigen Außenangreifer Peter Krüger im Mittelblock auf.

Im ersten Spiel gegen den Liganeuling TSG GutsMuths überzeugte Krüger durch gute Blockaktionen. Bei eigenem Aufschlag setzte sich die SG sofort und überraschend mit 5:1 ab. Leider konnte sie das hohe Tempo nicht halten. Die Führung schmolz dahin. Durch kleinere Fehler in der Annahme konnten keine deutlichen Akzente mehr im Angriff gesetzt werden. Auch zwei Auszeiten und zwei Wechsel konnten nicht mehr verhindern, dass den Rosianern das Spiel mit 20:25 aus den Händen glitt.

Im zweiten Satz wurde wieder ein 7:2-Vorsprung aufgebaut. Mit einer ausgezeichneten Blockabwehr wurde der Hauptangreifer der TSG zum Verzweifeln gebracht. Dies stärkte das Selbstvertrauen der Rosianer und es gelang nun nahezu jeder Ball. Die Quedlinburger schienen zu resignieren und verloren klar mit 7:25. Raunen ging durch das Publikum. Ein einstelliger Sieg der SG wurde das letzte Mal in der Kreisliga-Saison 2004/05 gesehen.

Im dritten Satz wurde die SG ziemlich schnell und hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Satz ging sehr deutlich mit 25:13 an die Harz-Städter.

Auch im vierten Satz stabilisierten die Rosianer ihre Leistung nicht. Sie unterlagen mit 21:25.

Im zweiten Spiel gegen Genthin wurde Reiner Schmidt als Libero aufgestellt. Im ersten Satz zwang die solide spielende SG den Gegner zu Fehlern und gewann mit 25:22. Im zweiten Satz ging die SG in Führung und verwaltete diese bis zum Stand von 23:23. Sie ließ sich nicht beirren und schloss den Satz mit zwei Angriffsaktionen durch Sebastian Kolwitz und Sascha Steffen mit 25:23 ab.

Zuspieler Fabian Seeger warnte seine Mannen vor Beginn des dritten Satzes noch einmal eindringlich, nicht wieder in altes Verhalten zu verfallen. Doch zunächst eilte der Ehle-Sechser wieder einem Rückstand hinterher. Eine Einwechselung von Steven Kieler setzte neue Akzente im Angriff und der Spieß zur 18:17-Führung wurde umgedreht. Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Alexander Lösel konnte sich wiederholt im Mittelblock beweisen und somit zum 25:20-Erfolg beitragen.

Das Trainergespann zeigte sich zufrieden mit der gezeigten Leistung: "Vor allem im Spiel gegen Genthin konnten wir routiniert die Sätze runterspielen. Zwar hatten wir noch leichte Wackler im Spielaufbau, aber daran arbeiten wir."

Durch den Punktgewinn gegen Genthin konnte die SG den Gaterslebener VV vom siebten Tabellenplatz verdrängen und sich weitestgehend aus dem Abstiegskampf verabschieden. Nun kann der Blick nach oben gerichtet werden, denn im Mittelfeld der Landesliga Nord trennen Platz zwei und acht gerade einmal vier Punkte.

Der nächste Spieltag musste leider verschoben werden und findet daher heute nicht in Güterglück statt. Ein neuer Termin muss erst noch zwischen den beteiligten Mannschaften vereinbart werden und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

SG Rosian: Kolwitz, Kieler, Seeger, Steffen, Krüger, Lösel, Ziolkowski, Schmidt.